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28.07.2017  |  Text: Boris Glatthaar  |   Bilder: Heede Natur Stoned
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IBIZA

Tattoo Erotica Ibiza


»Einerseits stylische Beachclubs und angesagte Electrosounds, andererseits relaxtes Hippie-Flair und malerische Sandstrände: Auf der Baleareninsel Ibiza können Urlauber so einfach zwischen pulsierender Party und exotischer Entspannung wechseln wie sonst an keiner europäischen Destination. Kein Wunder, dass die Insel auch die perfekten Locations für heiße TATTOO-EROTICA-Shootings bietet.«


Es soll einer der schönsten Sonnenuntergänge von Ibiza sein, hier über der Cala Benirràs im Norden der Insel. Die Bucht liegt malerisch da, das Wasser schwappt in warmem Aquatürkis an den Sandstrand, weiter draußen funkelt es in frischem Azurblau. Rechts und links schroffe Steilklippen, einige Hundert Meter aufs Meer hinaus reckt sich der Fels »Can Bernat« wie ein Zeigefinger in den Himmel empor, als deute er auf die sich neigende Sonne. Bevor sie glühend im Meer versinkt, muss Jeean Alvarez noch zwei Posen schießen. Er hat keine Zeit für Genuss und Träumerei, kein Ohr für die klangvolle Hippieromantik der Trommler am Ufer, die seit Jahren jeden sommerlichen Sonnenuntergang an der Aussteigerküste mit ihren Percussions begleiten. »Schnell, Reflektor eindrehen!«, weist der Fotograf stattdessen Tommy an, seinen langjährigen Freund und Assistenten. Ein Schuss, perfekt, nächste Einstellung, jetzt wird es hektisch, denn minütlich wechselt inzwischen die Lichtstimmung. Am Ende aber müssen alle Fotos zusammenpassen und so wirklich wie das echte Naturschauspiel ist kein Effekt aus Photoshop. Model Lauren hat Erfahrung. Ein Glück für Jeean, denn ihre Posings sitzen auf Anhieb. Sie beklagt sich auch nicht über die knappen Anweisungen, die in der Eile zu Kommandos geworden sind. Lauren weiß, dass bei professionellen Shootings kein Platz ist für ein Übermaß an Empfindlichkeit, sondern dass jeder am Set jederzeit funktionieren muss. Klack, einmal noch, nun fällt alle Anspannung. Lachen, scherzen, einpacken, dann kraxeln alle hinunter vom Felsen oberhalb der lehmbraunen Fischerhütte. Feierabend für ein paar Stunden. Bis vor Sonnenaufgang, dann geht’s wieder hoch. Mit einem anderen Model für eine weitere Szene.



Unten am Wasser ist das »Elements«, eine weiß gestrichene Bretterbude und Strandbar, in der es gute Cocktails, leckere Burger und ein Hintergrundklopfen aus Electro-Beats gibt. Das alles steht zwar nicht wirklich in der Tradition echter Hippies, die sich vor Jahrzehnten in der Gegend und vor allem im Norden Ibizas niederließen und eher in Cannabis ihre Freude fanden als in Gin Tonic, Barbecue-Sandwich und House-Musik. Aber es ist genau das, was moderne Wochenendaussteiger heute wollen. Sie suchen einerseits das Event einer angesagten Party im Beachclub, andererseits aber auch ein wellnessgleiches Relaxgefühl mit Urlaubsexotik, wehenden Seidentüchern und Kerzen in weißen Lampions. Das Blumenkindimage der Bucht halten neben den abendlichen Trommelsessions auch spontane Shows von Feuerspuckern und Jongleuren aufrecht. Regelmäßig gibt es außerdem einen Hippiemarkt für gebatikte Ethno-Taschen, Messingschmuck und Räucherstäbchen. Viel häufiger aber finden zwischen dem »Elements« und einem rustikalen Fischerbootssteg mit Kunstefeuranken mittlerweile durchgestylte Sommerhochzeiten im Boho-Chic statt; jenem trendy Look, der sich so unglaublich gut ins Ambiente der Cala Benirràs einfügt.
Ursprünglicheres Aussteigerflair, idyllische Strände und pittoreske Örtchen gibt es weiter nordöstlich auf Ibiza. Wer etwa in Richtung San Carlos, Es Canar oder Pont de s’Argentera fährt, findet zahlreiche beschauliche Plätzchen und kann zuweilen auch ohne andere Touristen auf ein Gläschen des ibizenkischen Kräuterlikör »Hierbas« in die Inselkneipen einkehren.
Wer hingegen auf Halligalli aus ist, der bleibt am besten im Süden und Südwesten der Insel. Hier liegen die touristischen Hotspots wie Sant Antoni de Portmany mit vielen Yachten und massenweise Fünfsternehotels, das Sightseeing-Ziel Ses Salines oder der Party-strand Playa d’en Bossa, an dessen Ende der Ushuaïa-Hotelclub die unter Urlaubern wohl bekanntesten Partys der Insel veranstaltet. Schon tagsüber ist auf der Feiermeile viel los, getrunken wird ab mittags in und an den zahlreichen Strandbars, dazu läuft überall Electromusik. Wer auf Ibiza andere Sounds erwartet, wird bitter enttäuscht: Die Insel ist europaweit als Quell synthetischer Akustik bekannt, selbst aus dem Radio tönen selten andere Genres. Keine fünf Autominuten vom Playa entfernt liegt Eivissa, also Ibiza-Stadt, deren Zentrum nahe der Burg wirklich sehenswert ist. Zwischen der befestigten Altstadt und dem Hafenbecken haben sich zahlreiche Bars und Clubs etabliert, zu deren Nachtpartys der Eintritt durchaus 30 bis 60 Euro betragen kann. Entsprechend ausufernd sind auch die Getränkepreise, ein Longdrink ab 15 Euro ist beinahe üblich. Guter Rat ist es da, vor dem Clubbesuch in einem Restaurant am Rand der inneren City oder an der Avinguada de Santa Eulària des Riu gegenüber dem Hafen noch Pizza, Bier und Mojito einzuwerfen – zu moderaten Preisen. Im Vergleich zu den anderen Baleareninseln ist Ibiza aber selbst in den günstigen Winkeln noch das teurere Pflaster.



Nach einem Cocktail im »Elements« ist das Produktionsteam zurück in der Unterkunft, eine abgelegene Finca mit Mittelmeergarten, der kleine Locations für das ein oder andere Shooting und für Lichtproben bietet. Hier planen Chefredakteur Bobs, Fotograf Jeean, Assistent Tommy, Visagistin Nicole und Marc, der filmende Macher des Fachtutorial-Portals fototv.de, noch in der Nacht den kommenden Tag. Auch für die Models Lauren, Sammy und Lindsay aus Großbritannien, Juliana aus Italien, Anngabbana vom spanischen Festland sowie Natalia, Yulia und Margo von Ibiza ist die traditionelle Villa das Quartier und Styling Room zwischen den Shootings. Auf den Tischen liegt Make-up-Equipment und auch Kleiderständer mit Designwäsche stehen herum, denn Fotograf Jeean liebt es, seine edlen Nude-Aufnahmen mit Fashion-Elementen aufzuwerten. Das deckt sich mit den Anforderungen von Chefredakteur Bobs, der penibel darauf achtet, dass die Sets fürs Magazin nicht bloß aus traditionellen Aktbildern bestehen, sondern in spannender Editorial-Fotografie auch kleine Geschichten erzählen. »Damit das gelingt, brauchen wir für unsere Strecken nicht nur Accessoires wie hochwertige Lingerie«, sagt Bobs, »sondern vor allem hervorragende Fotografen mit der Vision vom perfekten Bild und dem Blick für die Storyline, begabte und funktionierende Models, gute Unterstützung durch Lichtassistenten, Stylist und Visagist und auf jeden Fall auch geile Locations.«

Geile Locations – Ibiza ist voll davon. 

Text: Boris Glatthaar
Bilder: Heede Natur Stoned

Sie können den Artikel auch in der Ausgabe: 5/2017 lesen.


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Stand:23 October 2017 00:36:50/editorial/ibiza_177.html