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Inhalt TATTOO EROTICA #33

 
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11 tätowierte Nude-Models in beeindruckenden Fotostorys

Das blonde Skatergirl Notonix aus Schottland, das Hamburger Model Julia Natalie mit ihren beeindruckend großen Black-and-Grey-Tattoos, die angehende Ärztin Ann, Klettertrainerin Laura und viele weitere hübsche tätowierte Frauen: Die neue TATTOO EROTICA ist ein Fest der besonderenAkt-Fotografie. In heißen und sinnlichen Fotostrecken zeigen renommierte Fotografen wieder wunderschöne Tattoomodels ind traumhaften Posen.

Plus: 60 Nude-Models in der Wahl zum »ErotiCat of the Year«

Unglaubliche 60 erotische Fotosets hat die TATTOO EROTICA im vergangenen Jahr präsentiert. In dieser Ausgabe zeigt die Redaktion alle Tattoomodels des vergangenen Jahres noch einmal – denn es geht um die Wahl zum »ErotiCat of the Year«. Alle Leserinnen und Leser sind aufgerufen, ihre Favoritin zu wählen.

High Heels Extrem

Die Leidenschaft für Schuhe gehört zu den verbreitetsten sexuellen Vorlieben und Fetischen. TATTOO-EROTICA-Kolumnistin Cassidy Rose hat das selbst ausprobiert – und sich gleich 13 Paar krasser Hacken bestellt. Ein prickelnder Erfahrungsbericht.

Nacktes Statement: »Love Yourself!«

Zweifelt nicht an eurem Körper, sondern gestaltet ihn so, dass ihr ihn liebt: Das ist die Botschaft des tiefsinnigen Fotoprojektes »Love Yourself« von Tattoomodel Tara Joan und neun weiteren Schönheiten, die durch ihre individuelle Körpergestaltung auffallen. Zum nackten Gruppenfoto haben sie gemeinsam vor der Kamera von Fotografin Vanessa Marie posiert, um zu zeigen, dass jeder Körper etwas Wunderbares ist.

Die neue TATTOO EROTICA, Ausgabe 33, JUNI/JULI 2017: Jetzt erhältlich!

Editorial TATTOO EROTICA #37

Es gehört heute nicht mehr viel Mut dazu, optisch aus der Reihe zu tanzen. Zumindest dann nicht, wenn man von lauter Tänzern umgeben ist, die in gleicher Weise die Regeln brechen. Vor zehn oder zwanzig Jahren konnte die Anschaffung eines deutlich sichtbaren Tattoos noch dafür sorgen, dass der Träger sich damit schnurstracks ins soziale Abseits bugsierte und in der Öffentlichkeit mit bösen Anfeindungen rechnen musste. Inzwischen jedoch werden tätowierte Unterarme, Hände und sogar Hälse selbst in konservativen Kreisen allenfalls noch als spleeniges Modeaccessoire abgetan – man kann es nicht nachvollziehen, aber urteilt längst nicht mehr allzu hart.

Natürlich müssen sich Männer und im gelebten Alltag leider vor allem Frauen noch immer häufig fragen lassen, ob ihre bunte Haut insbesondere mit Blick auf Karriere oder Alter denn wirklich so eine gute Idee sei. Das nervt. Und auch die Blicke haften gerade im ländlichen Umfeld weiterhin zuverlässig an einem. Aber grobe Beleidigungen? Öffentliche Beschimpfungen? Boshafte Vorverurteilungen? Die gibt es kaum noch. Zu sehr hat sich auch der Mainstream daran gewöhnt, dass es in seinen Supermärkten, Cafés und Nachbarschaften mehr und mehr auffällig Tätowierte gibt, die nicht alle dumm und vorbestraft, aber irgendwie doch ganz nett sind. Die einstige Subkultur eingefleischter Tattoofreaks ist in großen Teilen zur spießbürgertauglichen Popkultur avanciert. Der Effekt: Nie zuvor in der Geschichte der westlichen Welt konnten körpermodifizierte Menschen so unbehelligt und anerkannt leben wie heute. Das halte ich, bei aller Sentimentalität über die angeblich sterbende authentische Szene, für eine gute Entwicklung.

Dass es dazu gekommen ist, liegt allerdings an tapferen Vorkämpfern. An Avantgardisten, die sich über den herrschenden Reinhautkonformismus ihrer Zeit und dem allgemeinen Dogma vom unversehrbaren Körper hinwegsetzten und alles ertrugen, was ihnen entgegenschlug. Sie ordneten ihre Angst vor dem Hass der anderen ihrem Drang nach persönlicher Entfaltung unter. Sie ließen sich herabwürdigen, anpöbeln und die übelsten Beschimpfungen über sich ergehen. Sie setzten sich der Gefahr aus, verlacht und verspottet zu werden – vermutlich das, wovor sich ein soziales Wesen am meisten fürchtet. Bei allem erlittenen Ungemach waren diese Pioniere aber nicht nur sich selbst treu, sondern vor allem waschechte Individualisten.

Inzwischen, wo selbst in der Tattooszene manche bloß noch aussehen wie der visuelle Durchschnitt ihrer Instagram-Streams, wünsche ich mir eine Renaissance solcher Exzentrik. Mein Appell: Seid einzigartig! Gestaltet euren Körper, wie ihr ihn liebt. Folgt Tattoomode und Beautytrends, aber geht auch selbstbewusst darüber hinaus. Weicht von Erwartungen und Strömungen ab und fürchtet euch nicht, mit eurem ganz persönlichen Stil anerkannte Konventionen zu brechen. Wahrhaft individuell ist schließlich nur, wer mutig aus der Reihe tanzt. Denn ohne ihn ist auch in einem bunten Ensemble die Choreografie nichts als Gleichschritt.









 
Stand:20 February 2018 10:45:57/heft-abo/story-archiv/content-24020_40-25725_60.html