Mariella Savannah

19.01.2018  |   Bilder: Gili Shani, www.gilishani.com
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Mariella Savannah
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»Du kannst nicht kontrollieren, was geschieht, aber du kannst kontrollieren, wie du damit umgehst.«
21 Jahre, Brighton/Großbritannien, Altenpflegerin
Welche Hobbys hast du?
Ich habe auf einem sehr hohen Level Tennis gespielt, was ich gelegentlich noch mache. Ich bin deshalb immer schon viel gereist, man kann mich gar nicht lange an einem Ort halten! Ich genieße Essen, ich bin ein massiver Foodie und ich probiere alles. Außerdem liebe ich Mode, besonders Unterwäsche und Accessoires. Und, natürlich: Kunst! Ich liebe die großen Werke und Tattoos.

Männer? Frauen? Oder egal?
Beides.

Gibt es irgendeine Überzeugung, an der du dein Leben ausrichtest?
Ja! Du kannst nicht die ganze Welt verändern, aber du kannst deine Welt und die Welt eines anderen verändern. Und: Du kannst nicht kontrollieren, was geschieht, aber du kannst kontrollieren, wie du damit umgehst.

Was ist das Mutigste, was du in deinem Leben je getan hast?
Viele Jahre ist es her, da war ich in meiner ersten Beziehung. Unglücklicherweise waren gleichgeschlechtliche Beziehungen im Süden Londons, wo wir Tennis spielten, nicht akzeptiert und wir mussten es verstecken – die Schikane der Kinder, Jugendlichen und Trainer war hart. Irgendwann hatte ich in einem Turnier dann einen Nervenzusammenbruch und verlor ein Spiel, das ich sonst locker gewonnen hätte. Die Trainer erniedrigten mich vor dem gesamten Publikum, das ganze Turnier stand plötzlich still und alle schauten zu, wie sie mich beschimpften und anbrüllten – ein 14-jähriges Mädchen. Keiner kam zu Hilfe. Am Ende hatte ich die Wahl, zu bleiben und nie wieder mit dem Mädchen zu reden, das ich doch täglich sah, oder zu gehen und mit ihm zusammenzubleiben. Ich entschied mich für sie und gegen meine Karriere. Ich weiß, dass es die richtige Entscheidung war. Und ich weiß, dass niemand so mit anderen Menschen umgehen darf, schon gar nicht mit einem Kind. Aber damals vor all diesen Menschen aufgestanden zu sein für das, was ich liebte, hat mir die Kraft gegeben, die ich heute habe. Wir sind übrigens immer noch befreundet.

Das war eine einschneidende Erfahrung. Zeugen deine Tattoos von solchen Ereignissen?
Auf jeden Fall. Sie drücken Momente aus meinem Leben aus. Ich habe etliche davon. Eines etwa zeigt eine Löwin mit ihrem Jungen, es steht für meine Mama und mich. Ein anderes für meinen geliebten Hund Suki, der letztes Jahr gestorben ist. All diese Tattoos erzählen eine Geschichte.

Warum hast du begonnen, dich tätowieren zu lassen?
Ich habe Tattoos schon immer geliebt. Allerdings war das, was ich eigentlich zuerst haben wollte, dann doch mein zweites Tattoo: Es sagt »love will tear us apart«. Es steht für das Ereignis mit 14 Jahren, das ich oben erwähnt habe. Ich musste mich zwischen zwei geliebten Dingen entscheiden und das hat mich innerlich zerrissen.
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Stand:22 May 2018 11:42:33/nude+stories/mariella+savannah_171114.html