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Mach die Straße zum Laufsteg!

05.06.2015  |  Text: Kate Kaputto   |   Bilder: Fabian Willi Simon; Roman Gemmrich; Tom Fux; Phoenix Clothing
Mach die Straße zum Laufsteg! Mach die Straße zum Laufsteg! Mach die Straße zum Laufsteg! Mach die Straße zum Laufsteg!
Mach die Straße zum Laufsteg!
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Mit Freunden den Grill anschmeißen, nachdem man sich mit dem Bike eine schöne Ecke im Park gesucht hat; dazu ein leckeres Kaltgetränk und den Lieblings-Soundtrack im Hintergrund. Mit diesen Kleinigkeiten kann man laue Sommerabende richtig genießen, die grauen Wintertage sind nun vorbei.
Obendrauf gibt es wohl nichts Schöneres, als in dieser Jahreszeit seinen Kleiderschrank mit coolem neuem Inhalt aufzufüllen. Die Shirts vom Vorjahr sollte man allerdings auf keinen Fall entsorgen, denn man weiß nie, wann sie wieder zum Trend werden!
Wer es satt hat, in einem Club oder auf der Straße seinem eigenen Outfit zu begegnen, hat Glück, denn es gibt inzwischen jede Menge DIY-Labels in Deutschland, die nur darauf warten, dass ihre Lager »leer-geshoppt« werden.

T-Shirt-Labels gibt es wie Sand am Meer und das ist auch gut so!
Nicht-von-der-Stange-Kaufen bedeutet nicht, dass man ein Vermögen in seine Klamotten investieren muss. Viele kleine und junge DIY-Labels machen dies möglich: Preiswerte Kleidung, basierend auf innovativen Designs mit Liebe zum Detail, lässige Looks und die Leidenschaft zur Streetwear – so fühlt sich der Sommer an!

Nic alias Kate Kaputto wurde 1984 in der Nähe von Nürnberg geboren. Foto: Fabian Willi Simon
Durch die kleinen Auflagen können sich Indie-Labels immer wieder neu definieren, was frischen Wind garantiert. Das ist das, was sich auch die Macher von »Phoenix Clothing« auf die Fahnen schreiben. Ihr Ansporn ist es, die Magie von Musik und Street-Life einzufangen, was sie durch ihre stylischen Basics und die bunten Farben zum Ausdruck bringen. Auch viele verschiedene Muster kennzeichnen, allen voran die Caps, die Marke. Hier lebt man frei nach dem Motto: »Mut zum Muster!«, denn gut kombiniert geht das voll klar.

Da stellt sich die Frage, was wäre, wenn man mit der neuen Klamotte sogar Gutes tun kann?
Genau diesen Gedanken verfolgen die Macher des jungen Labels »Homeward Clothing«. Privat sind die beiden Ludwigshafener Ralf und Elisabeth ein gutes Team, wodurch sie kurzerhand entschieden, ihr eigenes kleines Business aufzuziehen: »Homeward« – heimwärts. Zuhause, ein gutes Gefühl.
Der Gewinn aus den bequemen Pullovern und den lässigen Shirts, die mit Anker- und Dreamcatchermotiven verziert sind, kommt dem Tierschutz, der den beiden sehr am Herzen liegt, zugute. Daumen hoch für dieses Engagement!

Auf den Geschmack der Eule ist das One-Man-Label »Rock ’n’ Owl« gekommen. Dem Vorwurf, dass das Motiv der Eule out sei, steht der Macher Ralf Wirth ganz klar entgegen. Nicht umsonst ist das Tier ein Mythos-Liebling und steht in vielen Kulturen für Glück.
Seine Designs rund um die Eule sind kreativ und witzig, weshalb man nicht einmal Harry-Potter-Fan sein muss, um sich an den Klamotten zu erfreuen. Und sind wir mal ehrlich – wer hätte nicht gerne eine Batman-Eule bei sich zuhause?

Schickes auch für »untenrum«
»AmokKoma«, das Label von Produzent, DJ und Shouter Nico Webers, kümmert sich neben schicken Shirts auch darum, dass es untenrum ordentlich zugeht. Hier findet man Schlübbis mit Aufdruck seiner Katze »Ozzy« für die Ladys, und lässige Jogger für die bequeme Männerwelt. Dabei heißt es: »Black is the new Black«, denn wer sagt denn, dass Kleidung im Sommer pastellfarben oder grellbunt sein muss?

Wer kein Problem damit hat, umgedrehte Kreuze zu tragen und es düster mag, wird hier also auf jeden Fall fündig. Seine Lässigkeit zeigt der Jogginghosenträger dadurch, dass ihn nicht einmal Karl Lagerfeld mit der Aussage: »Wer Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren«, davon abhält, diese in seiner Kollektion anzubieten. Mut zum Kontrollverlust!

Bling-Bling nicht vergessen!
Heutzutage sind gedehnte Ohrläppchen so außergewöhnlich wie stinknormale Ohren – nämlich gar nicht. Viele große Schmuckanbieter sind längst auf diesen anhaltenden Trend aufmerksam geworden und bieten Plugs und Tunnels in allen Formen, Farben und aus den verschiedensten Materialien an. Wer sich allerdings von der Menge abheben will und etwas wirklich Ausgefallenes sucht, wird in der DIY-Szene fündig. Nina Anns zauberhafte One-Girl-Show, genannt »Die Tschatulle«, ist die einfache Lösung. Die Designerin selbst war ebenfalls vergeblich auf der Suche nach etwas Einzigartigem für ihre Ohren. Der Gedanke, der ihr dann kam, ist simpel: »Selber machen!«. Gesagt und getan, denn mittlerweile vertreibt sie online ihre selbstkreierten Plugs, die außergewöhnlicher nicht sein könnten. Den Ansporn hierzu bekommt sie durch den Kaufwahn der Frauen, die immer und immer mehr wollen. 
 
Fakt ist: Der Sommer wird bequem.
Nicht nur Männer mögen es bequem. Kombiniert mit süßen Hotpants, kann selbst Frau diesen Sommer auf ein Men-Shirt zurückgreifen, ohne auf einen coolen Stil verzichten zu müssen. Egal ob geknotet bauchfrei, oder lässig lang getragen, es ist einfach angenehm, seinen Bauch nicht den ganzen Tag einziehen zu müssen, aufgrund eines engen Sommerkleides!

Beschweren muss sich die Männerwelt aber nicht, denn es gibt ein breitgefächertes Angebot an coolen Shirt-Prints, bei dem sicherlich jeder fündig wird. Das heißt: Augen offen halten, egal ob im Netz, auf Conventions oder auf Floh- und DIY-Märkten, denn es haben längst nicht alle Indie-Superbrands hier Platz gefunden. In diesem Sinne: Support your local DIY-Label!
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Stand:16 June 2019 16:02:21/editorial/der+sommer+ist+da+mach+die+strasse+zum+laufsteg_155.html