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Düstere Mode für reizende Körper

15.03.2019  |  Text: Cassidy Rose, Instagram: cassidyrose_ofthedevilsgarden  |   Bilder: Noraly van Deursen/Cyberesque/Diverse
Düstere Mode für reizende Körper Düstere Mode für reizende Körper Düstere Mode für reizende Körper Düstere Mode für reizende Körper Düstere Mode für reizende Körper Düstere Mode für reizende Körper Düstere Mode für reizende Körper Düstere Mode für reizende Körper Düstere Mode für reizende Körper
Düstere Mode für reizende Körper
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Noraly van Deursen entwirft unter dem Label »Cyberesque« Fashion für Menschen, die auffallen und im Spiel mit der Erotik mysteriös wirken wollen. Ob Korsett, Rock, Kleid, Harness oder Accessoire – die handgemachten Stücke der Designerin kommen von Gothic über Fetisch bis Techno in etlichen Szenen gut an. Inspirationen sammelt die kreative Macherin mit den heftigen Blackwork-Tattoos auf ihren Reisen um die ganze Welt
Noraly, du bist in den Niederlanden geboren, warum hat es dich 2005 nach Berlin gezogen?
Ganz einfach: Ich habe mich damals während eines sechs­monatigen Praktikums in die Stadt und besonders in das Berliner Nachtleben verliebt und entschied hierzubleiben.

Wie lange entwirfst und nähst du schon Kleidung?
Ich habe schon sehr früh als Kind mit meiner Mutter und sogar mit meiner Oma, die übrigens Kostümdesignerin war, genäht. Neben der weiterführenden Schule habe ich dann Abendkurse im Schneidern belegt.

Dann hast du Modedesign, später visuelle Kommunikation studiert. War das dein geplanter Weg zum eigenen Label?
Ja, bereits während des Studiums war für mich klar, dass ich mich einmal selbstständig machen möchte. Als ich dann nach dem Praktikum in Berlin geblieben bin, ging mein Traum schon im Jahr 2007 in Erfüllung.

Du hast »Cyberesque« 2007 gegründet – wie kam es zu dieser Labelbezeichnung?
Ich war sehr aktiv in der Cybergothic-Szene, daher kommt auch der Name »Cyberesque«, der bis heute geblieben ist. Damals habe ich hauptsächlich Gothic- und Cybergothic-Mode entworfen.

Inzwischen machst du weit mehr …
Ich habe mich über die Jahre weiterentwickelt und so auch mein Label. Meine Fashion trifft man heute nicht nur in der Gothicszene, sondern auch auf Festivals und bei Fetisch- und Technoevents. Meine Zielgruppe sind Menschen, die sich ausgefallene Mode wünschen und auffallen wollen.

Warum kommt deine Mode bei Fetisch-Liebhabern gut an?
Viele Menschen in der Fetischszene wünschen sich nicht nur auffällige, sondern auch verführerische und spielerische Kleidung, die ihre Vorzüge und Reize perfekt hervorhebt. Sie möchten, während sie ihre Fantasien ausleben, durch ihre Kleidung begehrens­wert erscheinen. Ich will ihnen die passende Kleidung kreieren, in der sie einfach unwiderstehlich aussehen.

Machst du alles in Handarbeit?
»Cyberesque« entsteht in Handarbeit in meinem Berliner Studio. Dabei verwende ich ausschließlich hochwertige Materialien wie veganes Kunstleder.

Was inspiriert dich?
Ich versuche, jedes Jahr eine neue Kollektion herauszubringen. Dazu inspiriert mich das Reisen. Ich finde besonders auf­fälligen Körperschmuck wunderschön, etwa solchen, wie er in traditionsreichen Völkern und Kulturen getragen wird. Besonders haben mich meine Besuche in Mexiko, Indien und Myanmar beeindruckt und inspiriert. Besonders im Winter muss ich einfach der Kälte in Berlin entfliehen und reise in etwa für drei Monate in die Ferne.  

Haben deine Reiselust und Kreativität mit deiner Persönlichkeit zu tun?
Ich würde mich als neugierig, lernfreudig und weltoffen beschreiben. Ich habe keine Vorurteile, denn so lernt man sich selbst und andere Menschen und Kulturen am besten kennen.

Wenn du »Cyberesque« in puncto Erotik beschreiben solltest, welche drei Worte fallen dir direkt ein?
»Cyberesque« ist mysteriös, dominant und wild.

Gibt es aktuelle News bei »Cyberesque«?
Ja, es gibt eine neue »Cyberesque«-Accessoires-Kollektion mit wunderschönen Lasercut-Designs. Der Name dieser Kollektion ist »Ring of Fire«.

Du hast 2018 zusätzlich das Label »Kalinoor« gegründet – was ist das?
Durch meine Reisen nach Bali bin ich auf die Idee gekommen, Gummi zu recyclen und daraus partytaugliche Taschen machen zu lassen. Das Gummi stammt von alten Motorrollerschläuchen und würde sonst einfach auf dem Müll oder – noch schlimmer – im Ozean landen. Eine vegane und nachhaltige Lösung für Taschen, die, wie ich finde, perfekt zum Feierngehen geeignet sind.

Hast du neben den beiden Labels schon neue Ziele?
Früher war es mein Ziel, selbstständig von meinem Modelabel leben zu können und nie die Freude daran zu verlieren. Das habe ich erreicht. Ich bin glücklich und möchte gern so weitermachen. Ein ganz persönlicher Plan ist, einmal auf das Burning-Man-Festival in die Wüste Nevadas zu reisen.

Bei all dieser Aktivität – wie bleibst du da fokussiert?
Ich mag Yoga und Meditation. Das Meditieren tut mir einfach gut. Es hilft mir dabei runterzukommen und meine Gedanken zu ordnen. Ich kann so Platz schaffen für neue Ideen. In Nepal habe ich zwei Wochen in einem Kloster verbracht, um das Meditieren zu erlernen.

Erzähle uns bitte noch etwas über deine auffälligen Tätowierungen.
Ich habe mich im Blackwork- und Dotwork-Stil tätowieren lassen und arbeite an einem vollen Bodysuit. Ein paar freie Stellen habe ich aber noch, beispielsweise die Waden. Meinen Stammtätowierer Kenji Alucky habe ich in Mexiko kennengelernt. Aus Ideen wurde eine Vision und wir starteten das Tattooprojekt an Hals, Bauch und Rippen. Ich habe mich in Berlin, Amsterdam und sogar im japanischen Okinawa und Kyoto von ihm tätowieren lassen.

Wie stehst du zu Piercings?
Ich trage und mag Piercings ganz gerne und in einem privaten Rahmen genieße ich auch ab und an Suspensions.
 



 
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Stand:27 May 2019 04:41:11/editorial/duestere+mode+fuer+reizende+koerper_19311.html