Erotische Spielerei – Bodyslime und Flüssiglatex

13.03.2020  |  Text: Cassidy Rose   |   Bilder: Samaga Art
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Erotische Spielerei – Bodyslime und Flüssiglatex
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Ein Shooting, zwei Models, zwei Substanzen
Text und Model: Cassidy Rose | Location und Fotos: Samaga Art | Model: Miss Bella Kinkarella | Make-Up-Artist: Kami Zero

Mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehen, Trends erkennen und Themen entdecken, die mehr Aufmerksamkeit verdient haben – das habe ich mir seit nun knapp über drei Jahren für euch und meine Kolumne in der TATTOO EROTICA auf die Fahne geschrieben. Ich sage euch: »The pressure is on!« Und ich habe nach wie vor unheimlich Bock, euch immer wieder Themen zu präsentieren, bei denen sich der ein oder andere fragt: »Geil – warum habe ich das noch nie selbst ausprobiert?«





So scrolle ich also mit offenen Augen durch meinen Instagram-Feed und bekomme vermehrt kurze Clips angezeigt, in denen Menschen ihre Finger in bunte »Schleimhaufen« bohren, Clips in denen der teils selbstgemachte »Slime« kräftig durchgeknetet, auseinandergezogen und zusammengequetscht wird. Schleim, der so gar nicht abstoßend aussieht, sondern in den wunderschönsten Farbnuancen daherkommt. Ich lese über den angeblichen Entspannungs- und Wellnesscharakter, den das Spiel mit dem Schleim haben soll. Ich recherchiere weiter und stoße nun auch auf diverse Shooting­fotos von Models, die leicht bekleidet oder nackt mit Schleim in allen Farben posieren. Von Shootings mit »Bodyslime« ist hier die Rede und ein Foto sticht direkt heraus: eines von Fotograf Frank SamagaArt.

 

Es hat etwas Erotisierendes, wenn der Pinsel mit dem Flüssiglatex zart über den
Körper streicht


Frank und ich telefonieren. Ich schätze Franks Kreativität und seine Experimentierfreude als Fotograf und erfahre, dass er großen Spaß daran hat, »Bodyslime«-Shootings zu inszenieren, sie jedes Mal besonders und auf gar keinen Fall langweilig wirken zu lassen. Vor allem hält er Shootings mit Bodyslime bei erotischer Nude-Fotografie für geeignet. Wir plaudern weiter zum Thema und über Materialien, die wir in Kombination mit nackter Haut spannend finden – vor allem Flüssiglatex.

Jawoll! Frank hat bereits Erfahrungen mit Flüssiglatex-Shootings gesammelt, möchte sein Wissen auf diesem Gebiet aber gerne vertiefen. Ich für meinen Teil habe damit bisher keine Erfahrung, liebe aber Bilder, die mit Flüssiglatex bedeckte Körperstellen zeigen. So sexy!





Nach dem Gespräch habe ich Lust auf beides. Mit flüssigem Latex wollte ich sowieso schon immer einmal shooten und auch dem Bodyslime stehe ich offen gegenüber. Ich möchte beides für euch testen und zwar bei einem erotischen Shooting in Franks Studio. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie sich die Materialien auf der Haut anfühlen werden, wie gut die Produkte im Handling sind und wie hoch der Sexyness- und auch der Spaßfaktor ist. Ich denke mir, vielleicht eignen sich die spannenden Produkte auch für den Gebrauch außerhalb eines Fotoshootings …

Bei der Auswahl der Produkte vertraue ich auf Franks Kenntnisse und entscheide mich, ein zweites Model mitzunehmen.  Immerhin macht das Herumspielen mit Bodyslime und Flüssiglatex zu zweit garantiert gleich doppelt so viel Spaß. Und es gibt einen Erfahrungsbericht aus zwei Perspektiven. Ein wunderschönes und neugieriges Model ist schnell gefunden und noch schneller sind unsere Shootingtaschen gepackt. Denn wir brauchen ja heute nicht viel: So wandern je ein Slip, Nippelpasties und hohe Schuhe in die Taschen. That’s it. Okay, je ein Handtuch und ein Morgenmantel kommen dann auch noch mit.

Miss Bella Kinkarella, 35 Jahre jung. Vor allem ein Shooting mit Flüssiglatex stand auch bei ihr schon lange auf der Bucketlist. Das Model mit den vielen ausgeprägten Vorlieben wie für Gasmasken, Role- oder Petplay, High Heels und für Latex fühlt sich bei Gummi-, BDSM- und Fantasyshootings pudelwohl. Wir lernen uns auf einem Fetisch­event kennen und merken schnell: die Chemie stimmt.





Es ist die perfekte Chemie, um sich nun gegenseitig das schwarze Flüssiglatex schichtweise auf Schultern, Arme, Hals und Brüste aufzupinseln. Wichtig: Wir durften uns vor der Anwendung nicht einölen oder eincremen und mussten die ausgewählten Körperstellen gründlich rasieren. Das spätere Abziehen des getrockneten Latex kann sonst nämlich zur unfreiwilligen Haarentfernung werden. Autsch!

Das Flüssiglatex ist zuerst angenehm kühl auf der Haut und hat eine gräuliche Farbe, doch es trocknet schnell und wird zu einem tiefen, sexy Schwarz. Lediglich den ungewohnten Geruch finden wir beide befremdlich und sind froh, dass er zügig verfliegt. Für Miss Bella Kinkarella hat es auch etwas Erotisierendes, wenn der Pinsel mit dem Flüssiglatex zart über den Körper streicht. Näher, findet Bella, kann man dem Lieblingsmaterial Latex nicht sein.

 

Für viele ist der Gedanke an zwei Frauen, die im glitschigen Slime posen und miteinander agieren, ziemlich heiß


Unsere getrockneten Latex-Oberteile halten hervorragend am Körper und sehen verdammt hot aus. Für ein sexy Fotoshooting mit Flüssiglatex gehen also alle Daumen nach oben und uns kommt noch ein Gedanke: Wie cool wäre es, nun so auf ein Fetischevent zu gehen? Dazu zum Beispiel eine Latexleggings oder einen Latexrock und schon ist man der Partyhingucker. Bella und ich sind uns einig: Ein Outfit aus Flüssiglatex ist uns bisher noch auf keiner Party begegnet.





Tipp von Flüssiglatex-Herstellerin Tiny Bartels/Lilatex, damit das Latex-Top die ganze Partynacht hält, nicht verklebt und schön glänzt: »Um ein Verkleben zu verhindern, kann man ganz simpel etwas Talkum oder Babypuder auftragen. Danach mit einem Tuch und Wasser mit Spülmittel die Oberfläche abwaschen. Um den unvergleichlichen Latexglanz zu erzeugen, nimmt man etwas Flüssigsilikon und reibt die Oberfläche damit ein.«

Nachdem Miss Bella Kinkarella und ich uns vollständig vom Latex befreit haben und eine Pause einlegen, sind Frank und Make-up-Artist Kami Zero damit beschäftigt, den Bodyslime im gewünschten Verhältnis anzurühren und ihm für den direkten Vergleich mit Hilfe von wasserlöslichen Pigmenten eine ebenfalls schwarze Färbung zu geben. Das Anrühren des Bodyslimes mit Rührstab und Bohrmaschine sieht wirklich spaßig aus und auch die entstehende Konsistenz trägt zur allgemeinen Erheiterung bei.





Da sitzen wir zwei Models also auf dem abgeklebten Studioboden, vor uns ein großer Haufen Bodyslime. Der ist kühl und geruchsneutral. Ich gestehe: Mich kostet es schon etwas Überwindung, ordentlich in den Schleim hineinzulangen. Die Situation ist total ungewohnt und die schleimige Substanz, die sich immer mehr unter uns und zwischen uns verteilt, ist extrem rutschig. Ich glaube, das Schmunzeln von Frank und Kami Zero sagt alles, besonders erotisch sehen wir zwei »Schleimmodels« wohl noch nicht aus. Aber wir bessern uns, lernen mit dem Schleim so zu hantieren, dass wir für die Fotos schöne Schleimfäden vor unseren Körpern ziehen. Ziemlich glitschig ist es und Miss Bella Kinkarella erinnert unser Treiben an »Jugend forscht«. Man sollte sich voll und ganz auf das Spiel mit dem Body­slime einlassen können, um es auch zu genießen – das innere Kind frei lassen. Wir geben unser Bestes und die Fotos, die sind definitiv aufregend. Ich bin sicher, für viele ist der Gedanke an zwei Frauen, die im glitschigen Slime posen und miteinander agieren, ziemlich heiß. Wir beide sind uns aber einig: diese Shootingerfahrung finden wir heute eher lustig. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass es Personen gibt, die den Body­slime zum privaten Spielen nutzen und die gerade das flutschige und rutschige Erlebnis erotisch anspricht.

Mein Fazit: Mit dem Flüssiglatex habe ich mich sexy gefühlt und auch die Fotos sind verführerisch geworden. Außerdem bin ich nun echt neugierig, was man mit Flüssiglatex noch alles anstellen kann. Ich möchte nun gern weiter erkunden, ob und wie sich Outfits aus Flüssiglatex herstellen lassen. Mit Bodyslime habe ich mich persönlich zwar nicht sexy gefühlt, aber die Fotos sind sinnlich und reizvoll geworden. Definitiv eine Erfahrung wert! Wer schon als Kind gerne mit Schleim gespielt hat, sollte es unbedingt einmal ausprobieren.

Flutschige Grüße, eure Cassidy
 

BODYSLIME von XUR, Berlin

Der kreative Kopf hinter der Marke ist der Diplom-Designer Michael Schermons. XUR Body­slime gibt es seit 2007, ursprünglich wurde der Schleim für den Auftritt der Meistersinger im Rahmen der Bayreuther Festspiele 2007 entwickelt. Seitdem sind die Kunden des Bodyslimes ganz unterschiedlich: Privatleute, Fotografen, Performer, Clubs, Bühnenbildner etc. Der Bodyslime wird in zwei Komponenten zum selbstanrühren geliefert. Die gewünschte Konsistenz ist frei wählbar. Die Farbe ist transparent, der Schleim lässt sich mit wasserlöslichen Pigmenten aber perfekt einfärben. Der XUR Bodyslime ist laut Hersteller geeignet fürs Spielen, Rutschen, Massieren, Spüren, Performance, Party, Kunst, Dekoration, Ausstattung, Spezial­effekte und als (Ganz-)Körpererfahrung. Designer Michael Schermons hat mit seinem glitschigen Produkt sogar schon einmal eine Schleimparty im Berliner Kit-Kat-Club veranstaltet. »Das hatte schon was explizit Ekstatisches«, verrät er.

Der XUR Bodyslime ist laut Hersteller ungiftig, hautverträglich und leicht anwendbar. Doch Achtung! Es besteht Sturzgefahr, denn der Schleim ist extrem rutschig. Bei Kontakt mit saurem Milieu verliert der Bodyslime außerdem an Elastizität. Zum Entsorgen rät der Hersteller: Einfach etwas Essig in den Bodyslime einrühren, bis die Elastizität vergeht, und in die Toilette schütten.

Infos zu XUR Bodyslime www.xur.info oder www.bodyslime.com
 

Flüssiglatex von Lilatex

Hinter Lilatex steckt Tiny Bartels, nach vielen Jahren im Special-Effects-Bereich beginnt Tiny zu forschen und entwickelt neue Latexmischungen. Ihr Ziel: Qualitativ hochwertig und gut verträglich soll es sein. Sie entwickelt eine Faszination für das Material Latex und gründet im Jahr 2015 Lilatex. Spezialisiert ist Lilatex auf Flüssiglatex-Mischungen, Sprühlatex, Pasten, Cremes, Klebstoffe, Verdicker, Zubehör und kundenspezifische Mischungen. Alle Lilatex-Sorten werden in Deutschland in Clausthal-Zellerfeld produziert. Die Herstellerin berichtet, es gebe auch etwas für Personen, die auf Latex allergisch reagieren, und zwar »Protect Latex«. Darin seien die allergieauslösenden Inhaltsstoffe entfernt.

Flüssiglatex trägt man laut der Herstellerin am besten mit einem Kunstfaserpinsel und am besten aus einer kleinen Schale auf. Den Latexrest sollte man danach nicht wieder in die Flasche zurückgießen. Bei Lilatex gibt es aktuell 58 deckende Standardfarben sowie rund 200 Farben in Perlmutt/Metallic, Transparent und Glitzer.

Wer Latex nicht direkt auf die Haut auftragen möchte, kann auch Textilien wie einen BH oder Strümpfe mit Latex verzieren. Wichtig: Latex sollte bitte nicht in Nähe der Augen aufgetragen werden.

Infos zu Lilatex www.lilatex.de
 
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Stand:11 August 2020 11:07:15/editorial/ein+shooting+zwei+models+zwei+substanzen+-+bodyslime+und+fluessiglatex_20310.html Warning: fopen(cache/014539f84cd22323ad3ab83c46075daa.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 160 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 161 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 162 Warning: chmod(): No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 163