Einfach so, wie du bist

13.07.2018  |  Text: Cassidy Rose  |   Bilder: Oneeyeblind
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Der 37-jährige Stefan alias ONEEYEBLIND hat es wieder getan: Erneut zieht sich gleich eine ganze Gruppe tätowierter Models aus und posiert für ein gewagtes Gruppenbild. Wie bereits im Herbst 2016 für die Kampagne »Lieber nackt als im Pelz« zugunsten von PETA zieht er auch mit diesem Gruppenbild die Blicke auf sein Motiv
Stefan, was hat es mit dem neuen Gruppenbild auf sich?
Ich hatte mal wieder Lust auf etwas Provokantes. Ich liebe es, neue interessante Menschen kennenzulernen, und arbeite besonders gerne mit tätowierten Models zusammen. Nach der durchweg positiven Resonanz auf mein letztes Tattoo-Gruppenbild (s. »Zwölf Models bekennen Farbe«, TATTOO EROTICA, Herbst 2016; Anm. d. Red.) wurde es einfach wieder Zeit.

Wieso fotografierst du so gerne tätowierte Modelle?
Die Shootings mit tätowierten Models sind oftmals viel lockerer und unkomplizierter als andere. Ich habe das Gefühl, tätowierte Models sind einfach extrovertierter. Es fällt mir leicht, mit ihnen meine verrückten Bildideen umzusetzen. Oft sind auch provokante Fotos in Dessous oder nude kein Problem.

Du selbst bist untätowiert – wird es nicht langsam mal Zeit loszulegen?
Ich selbst habe kein großes Verlangen, mich tätowieren zu lassen, auch bei meiner Partnerin ist mir das nicht wichtig. Aber in der Fotografie sind Tätowierungen einfach Kunstwerke. Es wirkt rebellisch, fernab des Mainstreams. Ich habe mir früher oft die Haare gefärbt und bin nie mit dem Strom geschwommen. Noch heute gehe ich nach links, wenn alle anderen nach rechts wollen.

Was sagen andere zu deinem Hobby der Fotografie?
Ich bekomme viel Lob, aber auch Kritik – das ist gut so. Ich nehme mich selbst nicht zu ernst. Zum Beispiel habe ich mich für ein Foto zu Füßen eines Models geworfen, mich sexy geräkelt, Nippel gezeigt und mich dabei fotografieren lassen. Das war ein Spaß! Auch über Sprüche von Witzbolden wie „Na, hast du wieder Knastmädels fotografiert?“ kann ich wirklich nur lachen und wundere mich über diese tief verankerten Klischees.

Wie lange fotografierst du schon?
Ich habe mit der Fotografie im Jahr 2008 begonnen, damals hauptsächlich Lost Places fotografiert und bin dafür durch ganz Europa gereist. 2013 standen dann auch die ersten Menschen vor meiner Kamera. Ab da wurden die Reisen weniger, auch weil meine Frau und ich zwei Kinder haben und wir gerne zuhause gemeinsam Zeit als Familie verbringen. Als das erste Tattoomodel vor meiner Kamera stand, war ich hin und weg und auch meine Frau war von den Ergebnissen begeistert.

Hast du Ideen für zukünftige Projekte?
Ja. Das wird nicht das letzte Tattoo-Gruppenbild gewesen sein. Es haben sich zu diesem Projekt so viele tolle Models gemeldet, dass ich gar nicht allen zusagen konnte. Gern würde ich wieder etwas zu einem gemeinnützigen Thema umsetzen. Ich danke übrigens den Mädels für den tollen Tag und das schöne Ergebnis und dem Studio Point 54 in Braunschweig, in dem ich mich oft austoben kann.
 
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Stand:21 September 2018 20:37:27/editorial/einfach+so+wie+du+bist_18710.html