Harter Sex mit Tätowierten

10.05.2019  |  Text: Philipp Schaab  |   Bilder: Inteus
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Harter Sex mit Tätowierten
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Tätowierte gelten noch immer als nonkonformistisch und anders. Haben sie deswegen auch ein anderes, wilderes Sexleben als Nichttätowierte? Die Plattform Joyclub startete hierzu eine Umfrage unter ihren Mitgliedern
Sind Tätowierte wilder im Bett? Haben sie den erfüllteren Sex? Lieben sie besser? Das Thema »Sex und Tattoos« bewegt die Menschen. Wer nach diesen Fragen googelt, findet eine breite Palette an Antworten. Wissenschaftler der University of Miami wollen unlängst sogar in einer Studie herausgefunden haben, dass Tätowierte tatsächlich abwechslungsreicheren Sex haben. Und im vergangenen Jahr startete die Erotik-Community »Joyclub« eine Umfrage unter ihren Mitgliedern, um die sexuellen Vorlieben von Tätowierten und Nichttätowierten zu erforschen und welche Eigenschaften ganz allgemein mit Tätowierten verbunden werden – sie bestätigt im Grunde die Ergebnisse aus Miami, geht aber noch tiefer ins Detail.
Joyclub wollten wissen, was dran ist an dem ­Klischee, dass Tätowierte sexuell wilder, hungriger und unersättlicher seien als Nichttätowierte. An der Umfrage nahmen der Plattform zufolge 5000 Mitglieder teil. Von ihnen gaben 44,2 Prozent an, tätowiert zu sein, deutlich mehr als im Bevölkerungsdurchschnitt. Schon dieser Fakt würde, heißt es von Joyclub, »für eine große Lust Tätowierter auf erotische Abenteuer« sprechen.



Tätowierte seien nicht zimperlich, 66,1 Prozent, also fast zwei Drittel, würden auf verbal und körperlich harten Sex ohne großes Vorspiel stehen, dagegen sei dies nur bei 53,9 Prozent der Nichttätowierten der Fall. Immerhin 46,4 Prozent der tätowierten Community-Mitglieder bevorzugten laut Umfrage Sexpartner, die selbst tätowiert sind.
40,2 Prozent der tätowierten Befragten sind laut der Umfrage der Ansicht, dass Menschen mit Tattoos ihre Lust »offener und intensiver ausleben würden als Menschen ohne Tattoo«.
Einig waren sich Tätowierte wie Nichttätowierte zu jeweils etwa 70 Prozent darin, dass Oralsex eine tolle Sache sei. Bei anderen Vorlieben wie BDSM, Swingen, Gruppensex, FFM/MMF (zwei Frauen, ein Mann/zwei Männer, eine Frau), Outdoorsex und Analsex lagen beide Personengruppen weniger als fünf Prozent auseinander. Allerdings lag der Anteil der Tätowierten bei fast allen abgefragten Vorlieben wenigstens leicht höher, als bei Personen ohne Tattoos. Nur Kuschelsex spielte bei den Nichttätowierten eine größere Rolle als bei den Tätowierten.

Tätowierte sind nicht zimperlich. Fast zwei Drittel stehen auf verbal und körperlich harten Sex ohne großes Vorspiel

Befragt wurden die Teilnehmer auch nach den Eigenschaften, die sie mit Tätowierten verbinden. Die Tätowierten unter den Befragten billigten sich in einem hohen Maße Experimentierfreudigkeit (63,9 Prozent) und Leidenschaft (45,8 Prozent) zu. Auch außerordentlich viele der befragten Nichttätowierten, nämlich 42,2 Prozent, verbanden Ersteres mit  Menschen, die tätowiert sind. Als »leidenschaftlich« schätzten jedoch gerade einmal 17,7 Prozent der Nichttätowierten ihre tätowierten Zeitgenossen ein. Ein eklatanter Unterschied zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung trat auch bei der Frage zutage, ob tätowierte Menschen »geheimnisvoll seien«. Dies bejahten 44,5 Prozent der tätowierten, aber nur 17,7 Prozent der nichttätowierten Teilnehmer. Geringer fiel der Unterschied aus, als die Eigenschaft »risikobereit« abgefragt wurde. Das billigten sich 31,7 Prozent der Tätowierten und 22,0 Prozent der Nichttätowierten zu.

Nicht unterschlagen werden sollte, dass ein Teil der Nichttätowierten seine tätowierten Zeitgenossen auch mit eher negativen Eigenschaften assoziiert. Demnach hielten 22,4 Prozent der nichttätowierten Teilnehmer tätowierte Menschen für »unsicher«. Fast jeder fünfte Nichttätowierte hält Tätowierte für »naiv«. Immerhin 10,8 Prozent der Nichttätowierten halten Tätowierte außerdem für »aggressiv«.

Tätowierte sind wilder, hungriger und unersättlicher im Bett als Menschen ohne Tattoos – alles wahr oder doch nur ein Klischee? Der Joyclub wollte es genauer wissen

Die Umfrage des Joyclubs zeigt vor allem, dass tätowierte Menschen von den nichttätowierten Befragten zu einem überwiegenden Teil gar keine herausragenden Eigenschaften zugesprochen bekommen haben. Mit einer Ausnahme: Über vierzig Prozent der nichttätowierten Teilnehmer halten Menschen, die tätowiert sind, für »experimentierfreudig«. Ob die Experimentierfreude der Tätowierten mit ihrem Sexleben oder schlicht ihren Tattoos verbunden wurde, erschließt sich aus der Umfrage nicht.

Das Klischee vom bunten und wilden Sexleben der Tätowierten scheint sich ein Stück weit zu bestätigen, liegen sie bei den meisten abgefragten Vorlieben doch »in Führung«. Der Abstand zwischen den Zustimmungswerten ist, meist aber relativ gering. Außerdem muss beachtet werden, das Joyclub-Mitglieder wahrscheinlich sexuell aktiver sind als der Bevölkerungsdurchschnitt. Als Fazit lässt sich sagen: Tätowierte mögen es tendenziell ein wenig härter und experimenteller als Nichttätowierte, aber in vielerlei Hinsicht sind beide Gruppen gar nicht so weit voneinander entfernt. Wenn das mal kein Grund ist, sich näherzukommen.
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Stand:14 November 2019 23:17:01/editorial/harter+sex+mit+taetowierten_19507.html Warning: fopen(cache/b0bc89d452536ad63953bd5ff772b155.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 160 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 161 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 162 Warning: chmod(): No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 163