I got it from my mama

17.01.2020  |  Text: Jules Kay  |   Bilder: Joe Kopf, www.mindframes.at
I got it from my mama I got it from my mama I got it from my mama I got it from my mama I got it from my mama
I got it from my mama
Alle Bilder »
Jules Kay: Wienerin mit serbischem Background. Momentan arbeitet die 32-Jährige als freischaffende Journalistin. Nebenbei entwirft die ehemalige Modedesignerin ihre erste Schmuck-Kollektion. Sie findet: Stil sollte ein Ausdruck von Persönlichkeit sein. Ganz nach dem Motto: Don’t copy. Create.
Ich habe nachgedacht. Nicht unbedingt über Weltbewegendes, aber wenn man wie ich eine Modekolumne verfasst, dann sind die folgenden Fragen wohl nicht ganz irrelevant. Woher kommt Stil eigentlich? Und woraus entspringt unser ganz persönlicher Style? Im Internet findet man bei Wikipedia folgende Definition von Stil: Er sei eine »charakteristisch ausgeprägte Erscheinungsform«.  Auf Fashion angewandt könnte dies also bedeuten, dass meine Persönlichkeitseigenschaften sich darauf auswirken, was ich anziehe. Das ist ja schon mal ein ganz guter Ansatz, wie ich finde. Aber wann wird denn nun der Grundstein für das, was wir als von uns selbst geprägten Stil betrachten, gelegt? 

Wie die meisten von uns wissen, gibt es Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Wintertypen. Soll heißen, dem einen steht Blau besser als Rot, hell besser als dunkel. Vielleicht gibt es ja auch so etwas wie Woher-kommt-mein-Stil-Typen. Was genau ich damit sagen will? Das verrate ich in den kommenden vier Abschnitten.


 

Typ eins – born with style
Dieser Typus wurde mit einem Gespür für Mode geboren. Soll heißen, weder Mama noch Papa, Oma oder Opa waren an Mode interessiert. Styling war in dieser Familie noch nie ein Thema. Hier las man an Sonntagen wohl eher nicht die Vogue. Lieber Angebotsbroschüren aus dem Supermarkt oder die Bedienungsanleitung des neuen Fernsehgeräts. Dieser Typ sticht optisch meist aus seiner Umgebung hervor. In Sachen Mode fühlt er sich schon früh deplatziert und unverstanden. Was für Beethoven sein Klavier war, ist für diese Gruppe der Kleiderschrank. Ein solches Gespür für Farben und Schnitte kann man nicht lernen. Das hat man, oder eben nicht.



Typ zwei – I got it from my Mama
In diese Kategorie falle ganz sicher ich selbst. Meine Mama gehört definitiv zu Spezies eins. Folglich bin ich also Typ zwei. Meine Mutter und ihr Sinn für Mode und Design haben mich schon sehr früh geprägt. Für sie war die Vogue mehr als nur ein Hochglanz-Magazin. Sie war ein Sammelobjekt, das sich entlang unserer Wohnzimmerwände stapelte. Kein Wunder also, dass ich bereits mit elf Jahren meine erste Modekollektion entworfen habe. Aus alten Strumpfhosen … Aller Anfang ist bekanntlich schwer. Das war bei mir nicht anders, wie man an dieser Kollektion sicher unschwer erkennen konnte. Auch meine Obsession für roten Lippenstift schreibe ich meiner Mutter zu, immerhin trug sie ihn, so komisch das auch klingen mag, oft vor dem Zubettgehen auf. Einfach nur so – so, wie manche vor dem Schlafen eben Handcreme benutzen.



Typ drei – learning by doing
Dieser Typ braucht in Sachen Styling einfach nur einen kleinen Tritt in den Arsch. Jemanden, der ihm zeigt, was noch so alles geht. In diese Kategorie fällt wahrscheinlich auch der ein oder andere Mann. Zu Anfang ist er noch stinknormal gekleidet. Nicht schlecht, aber auch nicht sonderlich gut. Plötzlich tritt eine Frau in sein Leben und – boom! Beckham 2.0. Manchmal braucht es einfach eine zweite Person, um herauszufinden, wohin und wie weit man mit seinem Styling gehen kann. Diesen einen Menschen, der einem aufzeigt, dass Rot doch nicht so schlecht an einem aussieht wie jahrelang vermutet. Kommt der Styling-Stein bei Typ drei erst mal ins Rollen, gibt es für ihn kein Halten mehr.



Typ vier – mission impossible
Tja, und dann gibt es noch Typ vier. So leid es mir tut das sagen zu müssen, aber in diese Kategorie fällt meiner Meinung nach die gute alte Britney. »Oops – I did it again« ist hier ziemlich zutreffend. Greift sie stylingtechnisch doch immer und immer wieder ganz tief ins Klo. Wie das möglich ist, wenn man sich die besten und teuersten Stylisten der Welt leisten kann? Ich weiß es nicht. Das ist fast schon eine Kunst, wenn ihr mich fragt. Typ vier wird es einfach immer schaffen, selbst die tollsten Teile zu einem Troll-Outfit zu kombinieren. Vielleicht ist dieser Typ ja supertoll in Mathe. Stilempfinden wird er aber leider nie haben. 

Aber hey, Aussehen ist nicht alles und ein schlechtes Outfit ist immer noch besser, als nicht zu wissen wie viel drei mal drei ist. 

Location und special thanks:
Der starke Franz – Boutique Fitnessclub
www.derstarkefranz.at

Kitty Kill Kill-Mantel designed by: Jules Kay

  Teilen
Topseller im Shop
Topseller im Shop
Stand:11 August 2020 11:35:39/editorial/i+got+it+from+my+mama_20114.html Warning: fopen(cache/a388ac866b8ce76a51dc7a0354e0983a.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 160 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 161 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 162 Warning: chmod(): No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 163