Kurzurlaub im Fetisch-Apartment

13.07.2018  |  Text: Cassidy Rose  |   Bilder: Schnaps_und_Schuss
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Kurzurlaub im Fetisch-Apartment
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Die besondere Ferienwohnung
Wir alle fahren gerne in den Urlaub oder machen uns ein schönes Wochenende in einer anderen Stadt, um dem Alltag zu entfliehen. Besonders gern fahren wir mit geliebten Personen fort, gemeinsam abschalten ist doch das Schönste! Doch wie sieht es eigentlich mit unserem Liebesleben aus? Müssen wir das nicht auch davor bewahren, grauer Alltag zu werden? Ich finde schon! Denn Abwechslung schadet nie, im Gegenteil. Wie wäre es also mit einem wirklich speziellen Kurztrip?

Wenn ihr euch schon lange fragt, wo ihr eure  erotischen Fantasien einmal im passenden Ambiente voll und ganz ausleben könnt, dann schenkt mir nun eure Aufmerksamkeit. Es gibt nämlich aufregende Apartments zu mieten, die so gemütlich wie eine Ferienwohnung sind und zugleich prickelnd anders – mit besonderem Mobiliar, Geräten, Spielwiesen und Spielzeugen, die eure Lust wachsen lassen und eure sexuelle Neugier wecken werden.

Wenn ihr Ketten, Käfige, Schaukeln und SM-Möbel mögt oder einfach neugierig darauf seid, diese Welt der Lust zu erkunden, wagt doch mal den Ausflug in die etwas anderen Ferien. Egal, ob für eine Übernachtung oder für ein langes Wochenende. Ihr werdet überrascht sein,  welch einen Kick eine fremde, spannende Location euch geben und wie sie euem Liebesleben ungeahnten Schwung verleihen kann.

Für meinen Erfahrungsbericht wende ich mich an Thorsten und seine Frau Aneta als Experten. Dem sympathischen Paar gehören gleich zwei solcher besonderen Mietapartments. Thorsten baute bereits zuvor erfolgreich SM-Möbel und kam, als sich eine günstige Gelegenheit bot, auf die Idee zu seinem ersten Fetischapartment in Düsseldorf. Das gibt es nun seit etwa sechs Jahren und vor rund einem Jahr kam dann das zweite Apartment in Remscheid hinzu.

»Aufregend finde ich das imposante Bett, unter dem sich ein Käfig befindet«

»So ganz anders als Zuhause im Schlafzimmer« sollte es werden, »und dennoch gemütlich«, berichtet Thorsten. Ich erfahre außerdem: »Beide Apartments verfügen über Bad und Küche. In Düsseldorf gibt es zu den fünfzig Quadratmetern Innenfläche sogar noch einen Wintergarten, der auch zum Rauchen genutzt werden darf, sowie ein separates Schlafzimmer, das hinzugebucht werden kann.«  Das Remscheider Apartment bietet mit seinen einhundert Quadratmetern sogar noch mehr Platz. Für frische Bettwäsche, Handtücher und eine Küchen-Grundausstattung sei wie in einer normalen Ferienwohnung gesorgt. Nur um das leibliche Wohl müsse sich der Gast selbst kümmern.

Beide Apartments seien individuell gestaltet und detailverliebt eingerichtet, die SM-Möbel seien selbst gefertigt, so die Vermieter. Außerdem könnten Extras wie der Reitbock-Sybian und in Remscheid neuerdings auch das Stimulanzgerät »Venus2000« hinzugebucht werden. Prickelnden Sekt oder Champagner können die Gäste ebenfalls direkt mitbestellen – der steht dann bei Ankunft eisgekühlt bereit.

Mich interessiert, wie Thorsten und Aneta auf die Hygiene der Geräte und Toys achten und werde beruhigt: »Spielsachen sollen nach der Benutzung vom Gast selbst gereinigt werden, die anschließende Desinfektion übernehmen wir. Auch die Geräte werden von uns bei der täglichen Reinigung desinfiziert und zusätzlich stellen wir den Gästen Desinfektionsmittel und Kondome zur Verfügung.«

Die Apartments sollten gerade für die Wochenenden etwa einen Monat im Voraus gebucht werden. Das geschieht direkt über einen Online-Buchungskalender, die Bezahlung erfolgt per Überweisung und der Zugang zur Wohnung wird per Zugangscode bereitgestellt. So haben schüchterne Gäste die Möglichkeit, die Wohnungen auch ohne direkten Kontakt zu den Vermietern zu nutzen. Auf Wunsch gibt es aber auch eine Einweisung und Fragen können via WhatsApp oder E-Mail gestellt werden. Eine Übernachtung schlägt mit 160 Euro zu Buche, ab der zweiten Nacht kostet es 20 Euro weniger. Optionale zusätzliche Leistungen werden auch zusätzlich berechnet.

Der imposante Thron im Düsseldorfer  Fetischapartment lädt zu Rollenspielen ein. TATTOO-EROTICA-Kolumnistin Cassidy Rose rät: »Traut euch, nehmt Platz und vielleicht entdeckt ihr eine ganz neue Seite an euch!«

Thorstens und Anetas Gäste, so sagen sie, sind gemischt, nicht nur SMler, sondern auch sehr viele Paare, die einfach einmal etwas anderes erleben möchten. Zu denen, die gern Neues ausprobieren, zähle ich meinen Mann und mich, und so muss ich El Rey nicht lange bitten,  das Apartment in Düsseldorf mit mir zu testen. An einem sonnigen Freitagnachmittag machen wir uns auf den Weg. Es gibt einen eigenen Parkplatz und das Gebäude sieht von außen wie ein ganz normales Wohnhaus aus. Als wir eintreten, stehen wir  in einem hübschen, hellen Flur. Rechts davon geht es ins moderne Bad mit Dusche, doch links wird klar, wo wir hier sind: Der Hauptraum der Wohnung wirkt zunächst düster, ist aber bei genauerem Betrachten mit vielen kleinen Lämpchen sowie weißen und roten LED-Lichterketten ausgestattet.

Gleich am Anfang steht ein weißer Kamin, es folgt ein schwerer, schwarzer Thron. Unsere Blicke fallen auf einen Gynstuhl und ein schwarzes Andreaskreuz. Viele Spiegel sind ebenfalls in dem gefliesten Raum verteilt und lassen ihn so größer wirken – ob an den Wänden oder an der Decke. Mein Blick fällt auf eine Liebesschaukel und auf weitere SM-Möbel sowie mehrere Glasvitrinen, in denen sich Spielzeuge und Desinfektionsmittel befinden. An der Wand hängen Masken, Knebel, Gerten. Aufregend finde ich das imposante Bett, unter dem sich ein Käfig befindet. Direkt daneben geht es zur offenen Küche und – lustig – auch hier findet sich unter dem hohen Küchentisch ein Käfig mit Schloss und Schlüsseln.

Insgesamt ist alles sehr hochwertig gemacht. Wir öffnen die Tür zum Wintergarten, in dem eine große, bequeme Couch steht und in dem sich weitere Vitrinen mit High Heels und Accessoires befinden. Die Atmosphäre ist prickelnd, sexy und macht neugierig darauf, Unbekanntes auszuprobieren. Das Apartment ist klimatisiert und es gibt WLAN – so lässt sich jederzeit die passende Musik streamen.

Als ich mich noch umsehe und entdecke, trifft der Fotograf von »Schnaps und Schuss« ein. Bald darauf sind schöne Fotos gemacht. Die Location ist toll, El Rey und ich sind ein eingespieltes Team und wir haben während des Shootings viel Spaß. Berührungsängste mit dem erotisierenden Mobiliar gibt es schnell keine mehr. Zu allem, was passierte, nachdem El Rey und ich wieder allein im Apartment waren, sage ich nur so viel: Ich habe schon immer gerne geschaukelt.

 
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Stand:20 July 2018 02:56:43/editorial/kurzurlaub+im+fetisch-apartment_18706.html