Peta: Zwölf Models bekennen Farbe - Lieber nackt als im Pelz

09.09.2016  |  Text: Boris Glatthaar  |   Bilder: Stefan Lüer, Philipp Wülfing
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Peta: Zwölf Models bekennen Farbe - Lieber nackt als im Pelz
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Zwölf splitternackte Tattoomodels auf einem bunten Haufen – nie zuvor hat ein Anti-Pelz-Plakat mit so viel nackter Haut Aufmerksamkeit erregt. TATTOO EROTICA hat beim Shooting hinter die Kulissen geschaut, Fotograf Stefan Lüer dazu interviewt und die Models gefragt, warum sie das Non-Profit-Projekt unterstützen.
Stefan, warum ist dir Tierschutz so wichtig?
Meine Frau und ich haben selbst einen Hund und ich war schon als Kind sehr naturverbunden, ein Dorfkind. Tiere sind einfach wunderbare Wesen, die unseren Schutz verdient haben. Deshalb interessieren und engagieren sich meine Frau und ich auch schon lange für Organisationen wie Peta, die sich für nachhaltiges Leben und Tierschutz einsetzen.

Wie kamst du auf die Idee zu diesem Shooting?
Ich wollte ohnehin in Sachen Tierschutz etwas mehr machen und fand es eine gute Idee, das im Rahmen meines größten Hobbys zu tun, der Fotografie. Ich war gerade dabei, Bilder für meine erste große Veröffentlichung in der TATTOO EROTICA 27 zu bearbeiten. Meine Frau saß neben mir im Büro und ich hatte plötzlich die Idee, mit mehreren tätowierten Modellen etwas zu schaffen, was in den Köpfen bleibt und einen Sinn und Zweck hat. Da ich ohnehin mehr in die Richtung will, mit meinen Fotos zu provozieren, anzuecken und zum Nachdenken anzuregen, passte auf einmal all das sehr gut zusammen, was mich ohnehin beschäftigt: die Tierschutzforderungen von Peta, die Models mit ihrer tätowierten Haut und schließlich ich mit meinem Wunsch, durch leidenschaftliche Fotografie Aufmerksamkeit zu erregen und etwas zu bewegen. Ich wollte halt etwas anderes haben als das Übliche. Das wäre ja, ein Mädel steht nackt vor einer Wand und hält sich ihre Geschlechtsmerkmale zu. Es blitzte mir in den Kopf, dass das ein großes Gewusel geben sollte. Das Bild hatte ich auf einmal im Kopf und habe es den Models von Anfang an so vermittelt.

Die Idee war geboren. Wie ging es weiter?
Der nächste Schritt war die kurzfristige Anfrage bei Models, die ich schon kannte: Was haltet ihr davon? Hättet ihr Lust mitzumachen? Die Models hatten dann sofort auch Vorschläge, wen ich noch mit ins Boot holen könnte. Fast alle waren sofort begeistert und haben zugesagt, nur ein angefragtes Model hatte keine Lust. Bei einigen kam es aber dann leider dazu, dass der Shootingtermin für sie nicht passte, sonst wären auch sie dabei gewesen. Zuerst wollte ich das mit drei, vier Models machen, dann wuchs die Idee immer weiter, bis ich es mit zehn Models machen wollte. Nun sind es zwölf gewesen.

Wie hast du die Mitstreiter gewonnen?
Mit Jenny arbeite ich schon länger, Lita D. habe ich durch Kim Nova kennengelernt. Beide waren für Make-up und Hair am Set. Auch sie haben sofort zugesagt. Außerdem wusste ich, dass ich so ein riesiges Shooting niemals allein als Fotograf stemmen würde, also habe ich mir auch da Hilfe geholt. Ich bedanke mich sehr bei Kevin Luck und vor allem bei Nane Lang, die mich immer sehr, sehr unterstützt und die mir auch bei anderen Shootings immer sehr zur Seite steht. Sie alle haben kostenfrei an dem Projekt mitgearbeitet. Schlussendlich habe ich auch das Studio in Braunschweig zu besonders günstigen Konditionen bekommen, weshalb ich mich auch beim Fotostudio Okerwerk in Braunschweig sehr bedanke. Und schließlich freue ich mich auch, dass die Absprachen mit Peta so reibungslos waren und dass diese wichtige Organisation mein Bild für eine Plakataktion nimmt und damit wesentlich dazu beiträgt, dass mein Foto Aufmerksamkeit erregen und seine Wirkung erzielen kann.

Auch die Models waren allesamt dabei, ohne dafür etwas zu wollen?
Ja, sogar mehr als das. Sie haben dafür sogar eigenes Geld ausgegeben. Ich habe von Anfang an gesagt, dass es keinerlei Erstattung gibt, nicht einmal Fahrtkosten. Sie alle haben trotzdem zugesagt. Und wenn man bedenkt, dass manche sogar aus Bayern nach Braunschweig gekommen sind, finde ich das total geil.

Wie angespannt warst du während des Shootings?
Angespannt ist eigentlich gar kein Ausdruck. Ich war noch nie so angespannt bei einem Shooting. Mir war ja jeden Moment klar, was alles dahinter steckt. So viele Leute, die ewig viel auf sich genommen haben, um zu mir zu kommen, da durfte einfach nichts schiefgehen.

Hattest du während des Shootings Momente, in denen du entspannt warst?
Als ich die letzten drei Fotos gesehen habe, war ich dann sehr erleichtert.

Wie hast du den Bildaufbau dann von der Idee umgesetzt?
Ich hatte keinen konkreten Plan, welches Model wo liegen sollte. Mir war nur von vornherein klar, dass die Tattoos gut zu sehen sein müssen, dass die Haarfarben passend liegen und dass die verschiedenen Körper so angeordnet sind, dass es ein stimmiges Bild ergibt. Ich hatte eigentlich vor, dass die Models allesamt in die Kamera schauen, aber nun habe ich doch ein Bild genommen, bei dem sie die Augen geschlossen haben. Die unterschiedlichen Fotos sind in der Situation mit den Models entstanden, durch Ausprobieren. Wir haben immer wieder hier etwas korrigiert und dort etwas geändert. Es war sehr spannend, wie dieses Motiv entstanden ist.

Das Plakatmotiv sollte nicht zu freizügig sein, du musstest darauf achten, dass alle Brustwarzen und Intimzonen verdeckt sind …
 … das war die größte Herausforderung. Alle Models mussten super auf dem Bild zu sehen, zugleich aber auch alle Geschlechtsmerkmale verdeckt sein. Die Models haben das aber extrem gut gemacht, sie haben da sehr gut mitgeholfen.

War es von Vorteil, dass du mit etlichen Models schon gearbeitet hattest?
Mit gut der Hälfte hatte ich tatsächlich schon zusammengearbeitet. Das war sicher ein kleiner Vorteil. Aber auch mit den anderen Models war das alles überhaupt kein Problem, sie waren alle sehr, sehr gut. Da gab es keine Berührungsängste, das hat super funktioniert. Den Models gilt auf jeden Fall mein größter Dank. Sie haben das alles auf sich genommen, die Anfahrt selbst bezahlt, meine Launen und Nervosität an dem Tag ertragen und sich für diesen guten Zweck ins Zeug gelegt.
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Stand:21 November 2018 10:04:08/editorial/peta+zwoelf+models+bekennen+farbe_169.html