Spätsommer Mode für Unangepasste

01.10.2014  |  Text: Lolly o’DiamonD  |   Bilder: www.Lollyodiamond.com
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Spätsommer Mode für Unangepasste
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So langsam schauen wir dem Sommerende entgegen. Für die Einen mit ein wenig Wehmut verbunden, für die Anderen beginnt die schönste Zeit des Jahres. Am 1. September ist meteorologis cher Herbstanfang.
So langsam schauen wir dem Sommerende entgegen. Für die Einen mit ein wenig Wehmut verbunden, für die Anderen beginnt die schönste Zeit des Jahres.

Am 1. September ist meteorologis cher Herbstanfang. Der Sommer klingt aus, die Tage werden kürzer und die Abende kühler. Es wird Zeit den aktionsreichen und quirligen Sommer vorsichtig zu verabschieden, auch wenn es derweil noch sonnig und besonders in den anfänglichen Wochen über Tag noch sehr warm werden kann. Für dicke Jacken und Herbst-/Winterbekleidung also definitiv noch zu früh.

Der Übergang lässt sich aber leicht und modisch überbrücken. Ob mit einer herrlich abgetragenen Strickjacke, die man bei anschleichender Abendkälte einfach übers Sommerkleidchen wirft, oder einem schicken, leichten Trenchcoat, von denen manch älteres Schätzchen in vielen Second-Hand-Stores auf einen neuen Besitzer wartet.

Der Herbst mit seinem warmen Licht und seiner natürlichen Farbpracht lädt dazu ein, die Natur wahrzunehmen, zur Ruhe zu kommen und runterzufahren. Sinnbildlich dafür sind lange Spaziergänge und eine Tasse Kakao, Kaffee oder Tee in einer gelassenen und kuscheligen Wohlfühlatmosphäre. Wir wollen die Seele baumeln lassen und es uns gemütlich machen, wobei enge Kleidung, kalte Stoffe und künstliche Farben eher stören würden. Dennoch wird der Herbst farbenfroh und passend sind alle Töne, die die Natur hergibt. Das leicht ins Violett übergehende Herbst-Himmel-Blau, das warme Gelb der tiefstehenden Sonne oder beerige Töne, die zur Holundererntezeit farblich ihresgleichen finden. Ebenso die komplette Farbpalette, der sich stets verändernden Blätterpracht, die man ringsum entdecken und bestaunen kann. Herbstliche Farben finden sich alljährlich wieder, mal mehr, mal weniger, egal wie sehr sich die Mode wandelt und neu erfindet, sie gehören einfach zur Stimmung dieser Jahreszeit.
 
Lovley Vintage! – Zartes Sommerkleid mit alter Strickjacke, Omas Perlenkette und Opas altem Filzhut
Es geht aber auch dezent. Zarte Färbungen, wie ein wandelnder Vintage-Effekt in Creme,  Pastell oder Grautönen, zaubern gerade beim weiblichen Geschlecht ein weiches und klassisches Bild. Zu jedem Vintage-Outfit sollte mindestens ein altes, bestenfalls originales Teilchen kombiniert werden. Sei es eine alte Tasche vom Flohmarkt oder Omas Perlenketten. Aber auch minimalistischer Modeschmuck lässt sich ganz wunderbar kombinieren. Ein zartes Kettchen oder viele schmale und dezente Ringe tragen dazu bei, einen Look edel und stilvoll wirken zu lassen.

Ein Hauch »out of date«  kleidet aber auch die Herren sehr gut. Da darf gern mal wieder die abgetragene Cordhose übergezogen werden. Besonders dann, wenn sie in einem der warmen Naturtöne gefärbt ist. Bequem soll es sein, denn zum entspannten Gemüt passt modisch alles, was natürlich und casual ist. Der Herbst ist ebenfalls die Zeit, in der die Strickkisten wieder hervorgezogen werden. Nicht nur anlässlich der kühleren Temperaturen, sondern auch wegen des Gefühls von Heimeligkeit. Für viele, die auf diesem Gebiet selbst zur Nadel greifen, findet sich langsam, aber sicher wieder die Zeit, sich dem abendlichen Stricken zuzuwenden. Allen anderen bleibt es, sich von Jenen beschenken zu lassen. Wer bisher nie einen selbstgestrickten Pullover von beispielsweise der Mutter oder Oma geschenkt bekommen hat, der findet nun immer öfter mit viel Liebe hergestellte Strickmode in den zahlreichen kleinen Dawanda-Shops oder durchforstet Modehäuser nach einem Exemplar, das dem nahe kommt.
 
Strickpullover von Cycle (114,95 Euro) in einer »Freddy-Krueger-Kombi« mit WAITS-Hut von Bailey of Hollywood (69,95 Euro)
Strickmode muss dabei nicht zwangsläufig von Tieren stammen. Wer sicher gehen will, dass für seine Mode kein Tier sein Fell lassen musste, greift alternativ zu Kleidungsstücken aus Materialien wie u. a. Bambus, Viskose, Polyester, Baumwolle, Nylon und Polyamid. Dies sollte, zumindest von Anfang bis Mitte Herbst, für frische Abende locker ausreichen – solange es nicht regnet. An solchen Tagen wird’s behaglich und wer kann, bleibt im Trockenen.

Regentage  bieten sich regelrecht an, um einfach mal kreativ zu sein – ob bei offener Balkontür, dem ruhig dahinprasselnden Regen ein paar Zeilen schreiben, bei einem Glas Wein und ruhiger Musik den Bleistift  schwingen, Musik machen, stricken oder das Herstellen von Ketten und Armbändern, passend zum Look der Jahreszeit.  Bei Letzterem  ist das Material durchaus entscheidend. Die meisten handelsüblichen Perlen, die man in Bastelläden bekommt, sind aus Plastik oder Glas. Wobei Holz-Ton-, oder Keramikperlen zu einem natürlichen
 
Die Cordhose aus dem Vorjahr geht noch in einem herbstlichen Holunderton. Wer kann, genießt die warmen Strahlen der Spätsommersonne.
Mit Kreativität durch die Regentage. Zum Beispiel mit selbstgemachten Ketten und Armbändern und handbemalten Perlen aus Peru.Stil immer authentischer und ursprünglicher wirken. Originales Schmuckzubehör aus aller Welt (z. B. aus Peru) bekommt man in vielen Fair-Traid-Onlineshops oder 3.-Welt-Läden. Vielleicht findet sich auch noch das ein oder andere Schmuckstückchen älterer Tage im eigenen Schmuckrepertoire, das sich kombinieren lässt und somit ein Comeback erleben darf.  Zum Aufreihen eignet sich erfahrungsgemäß Kunstlederband sehr gut, auch weil es von der Optik thematisch am besten harmoniert. Wichtig ist, darauf zu achten, dass die Lochgröße der Perlen passt. Sollte es besonders häufig regnen und die Zeit und Lust es erlauben, fertigt man vielleicht nicht nur für den Eigenbedarf an, sondern eröffnet womöglich auch mal seinen eigenen kleinen Shop bei Etsy, Dawanda & Co.

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Stand:23 January 2019 03:16:19/editorial/spaetsommer_mode_fuer_unangepasste_1410.html