25% Günstiger im Printabo!
Wir feiern 25 Jahre TätowierMagazin und alle profitieren
Verlängert
bis 31.07.19
€47,-
€35,-

T-Shirts für Tiere in Not

06.03.2015  |  Text: Boris Glatthaar  |  
T-Shirts für Tiere in Not T-Shirts für Tiere in Not T-Shirts für Tiere in Not T-Shirts für Tiere in Not
T-Shirts für Tiere in Not
Alle Bilder »
Seit einem Jahr gibt es das Charity-Label »RespekTIERE Leben«, das trotz begrenzter Auswahl äußerst erfolgreich ist. Wer kauft, spendet automatisch für den Tierschutz und setzt mit dem Logo-Aufdruck ein Zeichen. Viel Unterstützung für die Marke kommt aus der Tattooszene.


Seitdem Makani Terror (links)  das Label unterstützt, sind viele weitere Tattoomodels hinzugekommen, die die Statement-Kleidung öffentlich tragen und die Belange des Tierschutzes fördern.
Foto: Inspiration – Photodesign & Visual ArtsFür manch einen Journalisten war es ein überfälliger Schritt: Als Abercrombie & Fitch im August vergangenen Jahres verkündete, dass die riesigen Markenlogos auf den A&F-Pullovern und denen des Tochterlabels Hollister vom US-amerikanischen Markt verschwinden sollten, stand das Unternehmen längst heftig in der Kritik. Das Traditionshaus aus den Staaten sah sich mit Vorwürfen des Rassismus, der Ausbeutung und der Diskriminierung konfrontiert, es gab sogar Boykottaufrufe. »Abercrombie & Fitch ist nicht mehr cool«, konstatierte die New-York-Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung, Kathrin Werner, zu dieser Zeit. Die Umsätze waren zurückgegangen. Womöglich wollten einfach immer weniger Menschen in fetten Lettern für ein Unternehmen Reklame laufen, das in Skandale verwickelt und zudem über Massenverkäufe schon längst nichts Elitäres mehr war. Die plakative Botschaft von Ausgrenzung funktionierte nicht mehr gut.
Wohl immer besser jedoch die vom Gegenteil. Denn während sich A&F vom Megalogo auf dem US-Markt verabschiedete und auch in Deutschland inzwischen gecleante Textilien anpreist, druckte in einem Wohnhaus im Industriegebiet des badischen Lichtenaus eine gelernte Tierarzthelferin mit eigener Hand immer mehr T-Shirts, auf denen der Markenschriftzug noch riesiger war. In fetten, schwarz-weißen Buchstaben stand »RespekTIERE Leben« auf der Vorderseite recht handelsüblicher Hemdchen und erzählte die Geschichte gegenseitiger Achtung und der Wertschätzung aller Lebewesen. Denn wer sie trug, bekannte sich nicht nur offensiv zu diesen Werten und appellierte zugleich an jeden, der die Aufforderung las, sondern hatte mit seinem Kauf auch direkt den Tierschutz finanziell unterstützt. Der komplette Gewinn aus dem Internethandel ging an kleine Initiativen, die sich etwa um misshandelte Hunde in Rumänien kümmerten – mehr als 10.000 Euro flossen schon im Startjahr 2014 auf diese Weise in den guten Zweck.
Auch bekannte Models wie Vicky Vamp haben sich schon in Hemdchen von »RespekTIERE Leben« ablichten lassen. 
Foto: Daniel R Photography
Für die Zukunft hofft die Initiatorin Daniela Haberstroh, armen Tierschützern in Europa gemeinsam mit ihren Kunden noch stärker unter die Arme greifen zu können. Und die Aussicht auf eine hohe Spendenbilanz am Ende des Jahres ist offenbar gut, denn inzwischen ist sie den ganzen Tag über mit Bestellungen, Druck, Versand und E-Mails rund um ihre Marke beschäftigt. Längst gibt es nicht mehr nur T-Shirts, sondern auch Hot-Pants, Ear-Plugs, Schreibblöcke, Kettenanhänger, Aufkleber, Stoffbeutel und Sweatshirts mit Schriftzug, Pfötchenlogo oder thematisch passenden Prints. Und auch Ehemann Roland sowie die 16- bis 24-jährigen Kinder Arne, Hanna, Max und Lisa packen mittlerweile regelmäßig mit an, bedrucken auf Bestellung jedes Textil in Handarbeit und senden es schnellstmöglich an den Empfänger.
Dass »RespekTIERE Leben« innerhalb kürzester Zeit zum erfolgreichen Charity-Label wurde, ist laut der Gründerin und langjährigen Tierschützerin vor allem ein Verdienst der Tattooszene, insbesondere einiger Tattoomodels. Allen voran zeigte sich Makani Terror auf Fotos mit dem Tierschutz-T-Shirt, was direkt für Begeisterung in sozialen Netzwerken sorgte, und Daniela ließ, mit Zustimmung des Models, Silikonarmbänder mit »Makani Terror«-Aufdruck pressen. Verkauft werden auch die seitdem für den Tierschutz – die Tattoo-Ikone selbst entschied, die kompletten Erlöse an die Tierhilfe Hoffnung e. V. zu spenden und damit die Smeura in Rumänien, das größte Tierheim der Welt, zu fördern. Zunächst waren die Bänder nur als Nebenbei-Projekt geplant, doch dann: »Makani stand auf der Convention in Dortmund und rief irgendwann an, sie brauche noch mehr Armbänder«, erzählt Daniela. Also bestellte sie nach. Auf den Conventions in Bregenz und Chemnitz trat Makani Terror dann gemeinsam mit Nancy The Strange sogar mit einem kompletten »RespekTIERE Leben«-Stand an und bot von Plugs bis zum T-Shirt quasi das komplette Portfolio des Labels aus Baden – alles ehrenamtlich. Mehr als 5000 Euro konnte das Model auf diese Weise zusätzlich zu jener Summe spenden, die Daniela über den »RespekTIERE Leben«-Shop für die gute Sache gewonnen hatte.
Auch der Tätowiererausrüster »Tattoosafe« verkaufte »RespekTIERE Leben«-Produkte an seinem Stand bei der August-Convention Berlin. Und das österreichische Tattoomodel Sandy P. Peng, die als aktive Tierrechtsaktivistin zuweilen sogar auf den Weltmeeren unterwegs ist, klinkte sich gleichfalls in die »RespekTIERE Leben«-Kampagne ein und ließ Armbänder mit ihrem Namen pressen, die sie unter anderem ebenso auf der Bregenz-Convention verkaufte – am Stand des TätowierMagazins. Den Erlös von mehr als 1000 Euro, den sie im vergangenen Jahr allein mit dem engagierten Verkauf der kleinen Silikonbänder erzielte, gab sie an das Tierheim Vorarlberg weiter.  
Längst sind Sandy P. Peng und Makani Terror nicht mehr die einzigen Tattoomodels, die die T-Shirts von »RespekTIERE Leben« in der Öffentlichkeit tragen und Fotos damit über soziale Netzwerke verbreiten. Unter anderem Vicky Vamp, Alice la Douce, Gogo Blackwater, Ginga Loco und Kim Nova haben schon ihr textiles Statement gesetzt. »Wir hatten, bevor wir Makani kannten, gar nichts mit Tattoos zu tun«, sagt Daniela. Aber: »Die Tattooszene hat uns herzlich aufgenommen und unterstützt uns im Kampf gegen das Tierleid. Dafür sind wir sehr dankbar! ›RespekTIERE Leben‹ ist unser Herzblut und es ist uns eine Freude und Ehre, zusammen mit unseren Unterstützern helfen zu können.« Neben Tattoomodels finden sich zahlreiche andere Kunden mit massiv bunter Haut in ihrer Kundenkartei, und die unterstützen mit ihrem Kauf einfach gern die gute Sache – unabhängig davon, wo auf dieser Welt nun in den Tierschutz investiert werde. »Wir werden seltsamerweise manchmal dafür kritisiert, dass wir den Tierschutz in anderen Ländern unterstützen und nicht nur den vor der Haustür«, sagt Daniela. »Schön ist, dass eine solche Kritik eigentlich nie aus der Tattooszene kommt. Diesen Leuten ist es wichtig, dass einfach Tieren in Not geholfen wird, egal wo.«

2014 ging der komplette Gewinn aus dem 
Online-Handel an kleine Initiativen, die sich 
zum Beispiel um misshandelte Hunde in 
Rumänien oder andere Tiere kümmern 
Foto: Tigerlilly Photography, Model: Sandy P. PengZwar fördert »RespekTIERE Leben« auch Tierheime in Deutschland unter anderem mit Silikonarmbändern oder Taschen, die die Heime für die eigene Kasse verkaufen können, so zum Beispiel bei Festen oder am Tag der offenen Tür. In der Tat unterstützt »RespekTIERE Leben« aber vor allem zahlreiche kleine Initiativen und private Helfer etwa in Süd- und Osteuropa, wie in Rumänien, Bulgarien, Bosnien, Griechenland, Italien und in der Türkei. Diese kümmern sich unter anderem um misshandelte Hunde wie Charlie, dem die Nase mit einem Silvesterböller weggesprengt wurde und der heute zusammen mit  anderen Hunden und Katzen auf dem weitläufigen Areal lebt, das das Wohn- und Arbeitshaus von Daniela und ihrer Familie umgibt und das sie selbst »Gnadenhof« nennt. »Oft sind solche Tiere nicht in den großen Heimen, sondern in der Hand privater Retter«, berichtet die Tierschützerin. »Die haben manchmal selbst kaum Geld, aber kümmern sich aufopferungsvoll um diese armen Geschöpfe. Deshalb möchten wir denen unter die Arme greifen. Wir kennen viele dieser Menschen selbst und haben zum Teil sogar schon Tiere von ihnen übernommen oder vermittelt, deshalb können wir mit Sicherheit sagen, dass die Spenden an der richtigen Stelle ankommen.«
Weil in jüngster Vergangenheit immer häufiger die Frage aufgekommen sei, wie man die Tierschutzprojekte auch ohne Kauf direkt mit einer Spende unterstützen könne, gebe es nun die »RespekTIERE Leben«-Card: »Wir sind kein Verein und können daher keine Spenden annehmen. Die Karte ist aber zum Preis von zehn Euro zu haben und schlägt in der Herstellung nicht nennenswert zu Buche, so dass wir einen Großteil des Betrages für den guten Zweck einsetzen können.« Auch die Versandkosten seien bei der so genannten »Tierschutz-Mitgliedskarte« gering, durch die die Käufer einen Beitrag leisteten zu Futter, Medikamenten, Tierarztkosten, Hilfsmitteln wie Rollwagen für beinamputierte Hunde, eine sichere Unterbringung oder Ausreisekosten. Außerdem haben sie die Bestätigung ihres Engagements schwarz auf weiß. »Bei der Karte ist es wie mit den T-Shirts: Viele wollen damit nicht nur finanziell helfen, sondern ganz klar auch ein Statement setzen.«
Auch Daniela selbst ist das enorm wichtig, aus keinem anderen Grund wurde das Label von Beginn an derart plakativ konzipiert. »So viele Menschen wie möglich mit der Botschaft zu erreichen«, ist ihr klares Ziel, und dafür setzt sie nicht nur auf enorme Präsenz in sozialen Netzwerken, hauptsächlich in Facebook. Auch Kooperationen mit Tierschutzorganisationen und -projekten geht »RespekTIERE Leben« ein. So gibt es das Silikonband auch mit dem zu einem schweizerischen Verein passenden Aufdruck »Parenas Pfotenhilfe«, mit einem »Tierhilfe Hoffnung«-Print und dem Schriftzug von Ralf Seeger, dem aktiven Tierschützer und von VOX bekannten tätowierten Muskelprotz. Und auch die sonstigen Produkte im Shop kommen zuweilen in Kooperation mit anderen Initiativen zustande, wie der Collegeblock, von dessen Erlös jeweils ein Euro an das von Peter Maffay unterstützte Label »Tod« geht – ein Verein, der sich gegen das Tragen von Pelz richtet und darüber aufklärt, dass vermeintliches Kunstfell mitunter von Tieren wie Hunden und Katzen aus Billigproduktionsländern stammt. Ebenfalls über den Online-Shop erhältlich ist der Wandkalender »Bunter Hund«, einem Projekt des tätowierten Neil und der gleichermaßen bunten Nadine aus Ludwigsburg, die sich eigentlich vorrangig für Tierheime in der Umgebung einsetzen und sich nun gemeinsam mit Daniela auch um die Waldhunde von Instanbul kümmern. »Wir netzwerken sehr viel. So kommt man am besten weiter«, sagt Daniela.
Gogo Blackwater setzt ein Statement für den Schutz von Lebewesen. 
Foto: Ben Peter
Dass »RespekTIERE Leben« mit Unterstützung der Kundschaft schon viel bewirkt hat, steht für die vierfache Mutter fest; ebenso, dass ihr Charity-Label in Zukunft noch zulegen wird. Momentan überlegt sie, welcher Teil der Handproduktion demnächst womöglich automatisiert werden kann, um das durch mehr und mehr Bestellungen zunehmende Arbeitsaufkommen weiterhin stemmen, die Lieferzeiten verkürzen und den Spendenerlös noch steigern zu können. Denn mit dem Aufwand würden auch die Lohnkosten sinken, die Daniela neben Materialaufwand und Steuern von den Einnahmen abziehe, bevor der Rest gespendet werde. Klar, ihren Fulltime-Job könne sie nicht weiter wie in der Vergangenheit unentgeltlich erledigen, und auch das Material müsse sie ebenso kaufen wie das Versandporto bezahlen. Erst seit Anfang 2015 sei »RespekTIERE Leben« betriebswirtschaftlich überhaupt rentabel, vorher sei es ein Zuschussgeschäft gewesen, das sie aus ihrem älteren Label »WirsindWir« mitgetragen habe. Aber Gewinne häufe sie bis heute und auch in Zukunft eben nicht an: Der komplette Überschuss fließe definitiv Tieren in Not zu. »Dass wir daher nicht auf Erspartes zurückgreifen können, ist aber auch ein Problem«, sagt die Initiatorin. Denn ohne Reserven könne sie eben auch nicht im großen Stil in Vorkasse treten, um ein großes Warensortiment ins Lager zu nehmen oder sogar eine eigene Kollektion in Auftrag zu geben. Die Auswahl im Shop könne sie daher nur langsam vergrößern.
Aber die Kunden erwarten offensichtlich auch gar keine Mega-Auswahl wie im Portfolio von Abercrombie & Fitch, anders sind die Zuwächse bei den Bestellungen nicht zu erklären. Wer »RespekTIERE Leben« kauft, will nicht in erster Linie ein Trendsetter sein, sondern tritt im Gegenteil für Kontinuität ein – für die Achtung und den nachhaltigen Umgang mit allem Leben auf Erden. Und für diese Botschaft darf’s dann auch ein fetter Frontprint sein.

www.respektiere-leben.de
www.facebook.com/RespekTiereLeben
www.facebook.com/MakaniRespektiertLeben
(Inked Animal Savers)

 
  Teilen
Topseller im Shop
Easy

Easy

 

»Mein erstes Tattoo habe ich mir mit sechzehn von einer sehr guten Freundin stechen lassen, noch ganz ›old School‹ mit Nadel und Tinte«

Tight-Tini

Tight-Tini

 

»Meine Tattoos haben keine Bedeutung. Ich trage sie einfach, weil ich Bock darauf habe«

Nina Colada

Nina Colada

 

»Manche Frauen haben so einen unglaublichen Sexappeal, dass sie meine Leidenschaft wecken«

Lisa

Lisa

 

»In meinem Tattoo ist eine Frau mit tätowiertem Arm zu sehen. Sie steht für Selbstbewusstsein – das, was ich seit Jahren erlerne und teilweise schon habe«

Dolly Diamond

Dolly Diamond

 

»Der Betrachter weiß nie, was die Tattoos bedeuten – er sieht nur das Kunstwerk«

Narsil

Narsil

 

»Ich liebe Gesichtstattoos, aber ich fürchte mich auch davor, mir eins machen zu lassen«

Emylie

Emylie

 

»Manche Männer betrachten mich als eine Art exotisches Tier und denken, weil ich sexy bin, will ich ihre Aufmerksamkeit«

German Fetish Ball 2019

German Fetish Ball 2019

 

Das lustvolle Spektakel des Jahres

Seren Suicide

Seren Suicide

 

»Tattoos erlauben dir, deinen Körper zu verzieren und dich auf eine einzigartige und persönliche Art und Weise auszudrücken«

Henley-Shirt 1927 von Pike Brothers bei SzeneShop.com

Henley-Shirt 1927 von Pike Brothers bei SzeneShop.com

 

Henley-Shirt 1927 von Pike Brothers bei SzeneShop.com

CUSTOMBIKE SUMMER DAYS 2019

CUSTOMBIKE SUMMER DAYS 2019

 

Du hast von der CUSTOMBIKE-SHOW in Bad Salzuflen noch nicht genug?

Barkmantis

Barkmantis

 

»Am allerliebsten bin ich in meinem Haus auf Sardinien, wo ich meine Kindheit verbracht habe«

Topseller im Shop
Stand:16 June 2019 16:02:53/editorial/t-shirts+fuer+tiere+in+not_152.html