The Beauty on the Beach

13.07.2018  |  Text: Jules Kay  |   Bilder: Johann Kopf, kopffoto.at
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The Beauty on the Beach
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Wer seinen Body für den Strand in Schuss bringt, macht das nicht nur für die Blicke der anderen. Das passende Outfit tut auch dem Selbstbewusstsein gut und die bewusste Pflege der Bikinifigur ist zusätzlich gesund
Ich schreibe diese Zeilen, während ich mich auf einer Insel im östlichen Mittelmeer befinde, genauer gesagt: auf Zypern. Die griechische Mythologie besagt, dass genau hier, an einer von kleinen Felsen umschlungenen Bucht in Paphos, Aphrodite, die Göttin der Liebe und Schönheit, im Meeresschaum geboren wurde und an Land ging, wo die Schöne geschmückt wurde.
Jenseits der Mythologie sieht es am zypriotischen Strand weniger sexy aus. Vom Typus der heißen Aphrodite ist weit und breit nichts zu sehen. Stattdessen findet man neben Muscheln schlecht gekleidete Touristen, mehr rot als braun, eingehüllt in Badewäsche, die geradeso die Intimzone bedeckt. Nicht nur Aphrodite schlägt bei diesem Anblick hoch oben im Olymp sicher die Hände vor dem Gesicht zusammen. Und damit du nicht auch zu den Leuten am Strand gehörst, über die andere die Nase rümpfen, habe ich ein paar Beautytipps zusammengestellt, die auch der Liebesgöttin gefallen könnten.



Beach-Beauty-Tipp Nummer 1: Betonen oder kaschieren?

Wir alle haben gewisse Körperteile, die wir an uns mehr oder weniger mögen. Zuerst müssen wir uns also einmal vor den Spiegel stellen – ja, nackt – und uns genau ansehen, um herauszufinden, welche Teile in welche Kategorie fallen. Die einen haben einen tollen großen Busen, die anderen wiederum einen knackigen Hintern und manche einen sexy Waschbrettbauch. So oder so, es gibt für jedes Körperteil den passenden, formumschmeichelnden Bikini oder Badeanzug.

Einem großen Busen tut man oft mit lose geschnürten Triangel-Bikinis nichts Gutes. Warum sollten die Dinger aussehen, als würden sie bald bis zum Boden hängen, wenn man sie auch mit einem Balconette-Bikini prächtig präsentieren kann?

Schmale Hüften und filigrane Körperformen sind oft mit tief geschnittenen Höschen und einem kleinen Triangel-Oberteil gut bedient, wohingegen eine weiblich-volle Figur mit vielen Kurven oft besser in einem etwas höheren Höschen oder High-Waist-Panty zur Geltung kommt. Wichtig ist also, seinen Körper zu kennen und seine Vorzüge bestmöglich hervorzuheben.

Beach-Beauty-Tipp Nummer 2: Schokolade vs. Krebs

Der Sommerurlaub ist in den meisten Fällen nichts Spontanes. Wir planen ihn bereits ein paar Monate im Voraus. Diese Zeit sollten wir nutzen, um unsere Haut bestmöglich auf die Zeit im Badeanzug vorzubereiten. Für uns bedeutet das Liegen in der Wärme zwar Entspannung, unserer Haut kann die Sonne jedoch oft mehr Schlechtes als Gutes tun. Ich persönlich lege mich deswegen bereits einige Wochen bevor ich in den Flieger Richtung Süden steige kurz ins Solarium. Obwohl ich nicht zu Sonnenbrand neige, gewöhne ich meine Haut so wieder an die UV-Strahlung und beuge damit schmerzhaften Sonnenbränden vor. Die perfekte Bikinibräune baut sich langsam auf, ohne dass man sich zwischenzeitlich aufgrund hochgradiger Verbrennungen die Haut abziehen kann. Und an alle Beachbeautys, die mit Haut so weiß wie Milch gesegnet wurden: Fake Tan, am besten von einem Profi aufgetragen, kann zumindest bei der Hautbräune helfen. Von Selbstexperimenten zu Hause würde ich aber ebenso abraten wie von einem langen Sonnenbad in der Annahme, man sei ja schon vorgebräunt.



Beach-Beauty-Tipp Nummer 3: Zeigt her eure Füße!

Bei aller Liebe, aber warum glauben manche Menschen ihre Füße seien nicht mehr Teil ihres Körpers oder dass niemand auf sie achten würde? Leute, wir sehen eure Füße. Vor allem am Strand. Und vor allem sehen wir es, wenn sie ungepflegt sind. Hornhaut und ungepflegte Nägel sind ein absolutes No-Go. Es bedarf bei Gott keiner Hardcore-Pediküre mit Strasssteinen und kleinen Mona Lisas aus Nagellack. Aber hey, für wenig Geld kann man sich heute schon an jeder Straßenecke einer simplen Pediküre unterziehen. Hier geraspelt, dort geschnitten, und voilà, aus Trolltretern werden Prinzessinnenfüße. Dasselbe gilt natürlich auch für unsere Hände – aber hier ist Frau oft weniger nachlässig. Mein eigenes Home-made-Rezept für geschmeidige Füße: Ich setze eine Mischung aus warmem Wasser und Kuhmilch im Verhältnis eins zu eins an und lasse darin für etwa zehn Minuten meine Füße einweichen. Die Milchsäure entfernt auf natürliche Weise die tote Haut. Danach creme ich die Füße gut ein.

Beach-Beauty-Tipp Nummer 4: Die Kraft des Wassers

Dass der Mensch zu siebzig Prozent aus Wasser besteht, ist für die meisten von uns nichts Neues. Dass wir trinken müssen, um zu überleben, auch nicht. Wem aber die reine Lust am Leben nicht Grund genug ist, um immer gut gewässert zu bleiben, dem sei gesagt: Ausreichend Wasser im Körper lässt euch auch immer taufrisch und jünger aussehen. Gerade am Strand, in der prallen Sonne, kann das kaum schaden. Im Gegenteil: Euer Stoffwechsel läuft mit genug Flüssigkeit reibungsloser und dem Wasserverlust durchs Schwitzen wird wirksam begegnet. Ich erkläre die Unmengen an Wasser, die ich täglich in meinen Körper schütte, anhand meiner Rosinentheorie: Rosinen sind nicht mehr als vertrocknete Trauben. Bleibt die Traube immer hydriert, wird sie nie zu einer verdörrten Rosine werden. So simpel und doch so wahr. Also, stay hydrated. Besonders am Strand.



Beach-Beauty-Tipp Nummer 5: Weniger ist mehr

Wir essen zu viel und vor allem essen wir zu viel Ungesundes. Ein kurviger, wohlgeformter Körperbau wurde vielen von uns in die Wiege gelegt, ungesunde Fettröllchen jedoch nicht. Es besteht ein Unterschied zwischen kurvig und übergewichtig. Darum können wir den geplanten Sommerurlaub doch mal dazu nutzen, um unserem Körper etwas Gutes zu tun. Das passiert leider nicht beim bloßen Liegen in der Sonne. Aber zum Beispiel beim Verzicht auf zu viele Kohlehydrate, Salze und vor allem Alkohol vor dem Urlaub. Das kann bereits kleine Wunder bewirken. Vor allem fühlt man sich beim Liegen am Strand nicht mehr wie ein toter, aufgedunsener, gestrandeter Wal. Natürlich ist dies kein Aufruf für Crash-Diäten oder dergleichen. Es heißt einfach, Schlechtes gegen Gutes, wie zum Beispiel viel Gemüse, zu tauschen. Kate Moss meinte einmal: »Nothing tastes as good as skinny feels.« Frei nach diesem Zitat behaupte ich: Nothing tastes as good as not feeling bloated on the beach.

Zu guter Letzt ein weiterer Tipp: Don’t forget to trim the bush, meine Lieben. Es gibt sicher nichts Schlimmeres als in der Sonne zu baden und der Höschenbusch des Handtuchnachbarn stellt auf einmal alles in den Schatten.

Also, viel Spaß, wo auch immer es euch in diesem Sommer hinverschlägt.

 
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Stand:21 November 2018 10:03:28/editorial/the+beauty+on+the+beach_18706.html