Killerfotos ohne Grenzen

22.11.2019  |  Text: Jula Reichard  |   Bilder: Glenn Wallace
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Killerfotos ohne Grenzen
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Wer von Glenn Wallace fotografiert wird, sollte Vertrauen mitbringen und bereit sein, die Grenzen der eigenen Vorstellungskraft zu überwinden. So entstehen intensive Aufnahmen voller Power, die im Gedächtnis bleiben. Wie der Vollzeitfotograf die eigene Marke Creative Instincts erschuf und was für ihn ein gutes Shooting ausmacht, verrät er im Gespräch.


Es herrscht ein schmaler Grat zwischen einem sexy Look und billiger Effekthascherei, wenn es um erotische Aufnahmen geht. Daran scheitern viele Models und letztlich vor allem die Fotografen, doch nicht so Glenn Wallace aus Bristol, UK. Er kreiert aufregende, reizvolle Bilder mit Klasse. Seine Aufnahmen bestechen durch ihre interessante Farbgebung, aufregendes Posing in toller Location und abwechslungsreiche Models. Glenn schafft Vielfalt, ohne dabei beliebig zu wirken, und vor allem hat er über die Jahre eine eigene Handschrift entwickelt. Er trifft damit den Geist der Zeit und avanciert deshalb gerade zum Fotografen, mit dem alle Models shooten wollen. Wer mit ihm arbeitet, so scheint es, erhält das Rundum-sorglos-Paket. Glenn kümmert sich im Vorfeld um außergewöhnliche Shootinglocations und sichert damit schon mal, dass die Ergebnisse alles andere als langweilig und eintönig werden. Außerdem ist er vernetzt mit Magazinen und Businesskunden, zu denen seine Models nahezu perfekt passen. Seine Shootingergebnisse schlägt er hinterher meist an entsprechender Stelle vor. Viele Strecken von ihm waren auch schon hier in TATTOO EROTICA zu sehen. On top bietet Glenn auf seinem Social-Media-Profil @creative_instincts  sogenannte Shoutouts für seine Models an, mit denen er shootet. Das bedeutet, er macht auf dem 128000 Follower starken Profil in seinen Videoclips per Verlinkung und Lobpreisung auf sie aufmerksam und bietet den Damen somit einen Karriereboost.

»Mehr als alles andere muss ein Model mir vertrauen. Gerade, wenn es an einer Klippe hängen und posen soll«


Wer mit Glenn arbeitet, wird Zeuge seiner Professionalität, Zuverlässigkeit und Passion. Obwohl immer busy, geht Glenn vor allem mit einer Herzlichkeit an die Sache heran, die eine Zusammenarbeit mit ihm angenehm macht. Dass sich seine Models wohlfühlen,  ist auch Voraussetzung für gute Ergebnisse, weiß Glenn. »Mehr als alles andere muss ein Model mir vertrauen, denn oft führen meine Ideen uns beide in brenzlige Positionen, zum Beispiel wenn das Model an einer Klippe oder an Gebäuden hängt oder ich beim Fotografieren über ihr balancieren muss. Die Models müssen offen dafür sein, die Grenzen ihrer Vorstellungskraft zu durchbrechen und versuchen das zu erreichen, was sie vor dem Shooting noch für unmöglich gehalten haben.« So leicht und lebendig Bilder aussehen, auf denen Models elfengleich an U-Bahn-Aufgängen hängen, so herausfordernd sind sie tatsächlich.

Als Glenn Wallace vor etwa zwei Jahren seinen Stil in Sachen Farbe und Licht gefunden hatte und dadurch seine Handschrift entstand, kam es für ihn zum Wendepunkt. Seither kann er von Creative Instincts gut leben

Von seiner Marke Creative Instincts kann Glenn mittlerweile gut leben. Bis dahin war es ein harter Weg. Ihn zu gehen, dazu schubsten ehemalige Kollegen Glenn vor rund zehn Jahren  an. »Nachdem ich viele Jahre im Kundenservice gearbeitet hatte, fühlte ich mich frustriert und gelangweilt. Ich spürte diese Kreativität in mir und brannte innerlich darauf, ihr Ausdruck zu verleihen. Ich verbrachte meine Tage oft damit, lustige Geschichten über meine  Mitmenschen bei der Arbeit zu schreiben oder in meiner Freizeit lustige Videos zu erstellen«, erzählt Glenn. Das blieb nicht unbemerkt und sein Umfeld ermutigte ihn, daraus etwas zu machen. »Mit neunundzwanzig Jahren ging ich zurück an die Universität und studierte Video und Schnitt, was wahrscheinlich die beste Entscheidung in meinem Leben war.« Nach seinem Einser-Abschluss widmete Glenn sich mit echter Hingabe dem Filmen und Bearbeiten von Clips. Doch er musste einsehen, dass es unglaublich zeitaufwendig war und wenig Ertrag brachte. Er landete durch den Auftrag einer Bekannten bei der Fotografie und konnte glücklicherweise viele Skills, die er sich im Studium aneignete, auf diese Arbeit übertragen. Gerade wenn es darum ging, eine Vision zu entwickeln und in bildgewaltigen Ergebnissen zu denken. Was ihn von anderen Fotografen unterscheidet, sei sein Ideenreichtum, sagt er. »Ich habe ein tiefsitzendes Gespür für Kreativität und es ist meine Leidenschaft, abstrakte Ideen in etwas Greifbares zu verwandeln. Ich möchte gerne glauben, dass die Handschrift meiner Marke diejenigen, die vor meiner Kamera stehen, dazu ermutigt, mit mir ihre eigene Kreativität auszudrücken, ganz instinktiv, ohne Druck oder Angst.« Seine Marke taufte er schließlich vor sieben Jahren passend auf den Namen Creative Instincts und es dauerte sieben Jahre und zwei Versuche, ehe er sich ihr in Vollzeit verschrieben hatte. »Ich denke, der Wendepunkt kam vor zwei Jahren, als ich endlich meinen eigenen Stil und mein eigenes Farbschema gefunden habe, die mich individuell gemacht haben.« Heute jettet Glenn für Creative Instincts um die Welt und besucht Orte, von denen andere träumen. So entstehen seine wundervollen Aufnahmen mal am Strand auf den Seychellen oder in New Yorker Luxusapartments mit Blick auf die unverwechselbare Skyline.

Glenn fotografiert verschiedene Frauentypen. Mal ultrasportlich, mal sinnlich-kurvig. Seine Shootingergebnisse glänzen mit Erotik und Lebendigkeit


Auffällig an Glenns Arbeiten ist, dass sie zwar einen stringenten Look tragen, an denen man sie erkennen und von anderen Fotografen unterscheiden kann, sie jedoch in Sachen Bildinhalt abwechslungsreich ausfallen. Und das liegt nicht nur an den Locations. Glenn hat viele verschiedene Frauentypen vor der Kamera. Mal ultrasportlich, mal sinnlich-kurvig.  Mal fröhlich, mal unnahbar und geheimnisvoll. Er bewegt sich souverän auf dem Terrain der Tattoomodels wie auch außerhalb davon. Die Erotik in seinen Bildern hat nichts Schmutziges, obwohl er sie offen kommuniziert und nicht auf eine abstrakte Art erhöht. Herausfordernd ist für Glenn, innerhalb kürzester Zeit eine Beziehung zum Model aufzubauen, das sich vor ihm völlig entkleidet in sexy Posen zeigen und sich dabei wohlfühlen soll. Gerade, weil er sich auf keinen Frauentyp mit 90-60-90-Maßen festlegt, wird ihm für das perfekte Ergebnis immer wieder einiges abverlangt. »Die Schwierigkeit besteht darin, den richtigen Winkel zu finden, der die Stärken des Models unterstützt und es im bestmöglichen Licht zeigt.«



Nach dem Shooting ist vor der Bearbeitung. Da hat Glenn früher wesentlich mehr Zeit investiert als heute.  »Als ich angefangen habe, brauchte ich zwischen drei und vier Stunden pro Foto, weil ich so ein Perfektionist bin. Ich habe so nah wie möglich rangezoomt und jedes mögliche kleine Detail verfeinert. Wenn man dann mehr Aufträge hat, kann man nicht mehr so viel Zeit für ein einziges Bild aufwenden, sonst würde man sein Pensum ja nie erfüllen.« Glenn lernte allerdings mit der Zeit schneller in seinem Handwerk zu werden, ohne die Qualität zu beeinträchtigen. »Beim Bearbeiten kann man Bilder wirklich zum Leben erwecken, und ich kann nicht oft genug betonen, wie wichtig es ist, den eigenen Bearbeitungsstil zu perfektionieren. Ich habe einige unglaubliche Bilder gesehen, die durch schlechtes Editing zerstört wurden, einschließlich meiner eigenen, bevor jemand den Mut hatte, mir mitzuteilen, dass meine Bearbeitung schrecklich war. Das war schwer zu verdauen, aber im Nachhinein war es wahrscheinlich das Beste, was mir jemals jemand gesagt hat, da ich dadurch meinen Stil komplett zum Besseren verändert habe.«

»Beim Bearbeiten kann man Bilder zum Leben erwecken«


So richtig fertig sei man ohnehin nie. Auch Glenn lernt noch bei jedem Shooting etwas Neues dazu. Auch weiß er, bei der Fotografie geht es nicht nur um die beste Ausrüstung oder darum, der sachkundigste Fotograf zu sein. »Fünf Jahre lang hatte ich in meiner Ausrüstungstasche nur eine Canon 60D, einen Reflektor und ein 50-mm-Nikon-Objektiv mit einem Konverter.« Es geht darum, eine echte Leidenschaft für das zu haben, was man macht, und bereit zu sein, zu lernen und seinen eigenen Stil zu entwickeln. »Ein guter Fotograf sollte meiner Meinung nach die richtige Einstellung zum Job, eine grobe Idee davon, was er erreichen will, und die Bereitschaft mitbringen, auch mal Risiken einzugehen, verschiedene Winkel auszuprobieren und zu tun, was auch immer nötig ist, um das Killerfoto zu machen. Außerdem ein 50-mm-Objektiv, ich wäre verloren ohne meines 50-mm.«
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