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Daria

04.12.2015  |   Bilder: Sabrina Guthier, www.sabrinaguthier.de
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Daria
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»Im Sommer wird man häufig angestarrt. Da sollte man nicht falsch reagieren, sonst entsteht ein schlechter Ruf für uns bunte Menschen.«
24 Jahre, Rastatt/Deutschland, Angestellte bei einem Automobilkonzern, gelernte Fahrzeuglackiererin
Dein Job ist sehr außergewöhnlich für eine Frau. Wieso hast du ihn für dich ausgewählt?
Ich hatte schon immer großes Interesse an Fahrzeugen. Die Möglichkeiten mit diesem Beruf meine Kreativität aufblühen zu lassen, hat mich fasziniert. Leider musste ich feststellen, dass für Handwerk ungern Geld ausgegeben wird und somit entschied ich mich, einen neuen Weg einzuschlagen. Ich arbeite zwar dennoch mit Fahrzeugen, aber nicht allzu kreativ wie davor.

Gibt es irgendeine Überzeugung, an der du dein Leben ausrichtest?
»Fall seven times, stand up eight« – ein japanisches Sprichwort, das ich als Tattoo habe. Es erinnert mich daran wieder aufzustehen, wenn ich einen Rückschlag erlebt habe. Es ist oft passiert, dass ich enttäuscht war oder etwas nicht geklappt hat. Es bringt jedoch nichts, den Kopf in den Sand zu stecken. Man sollte das Schlechte hinter sich lassen und in die Zukunft blicken.

Klingt nach einer positiven Einstellung. Was war die beeindruckendste
Erfahrung in deinem Leben?

Mein Vater hatte einen schweren Arbeitsunfall, weshalb seine rechte Hand amputiert wurde. Zu dieser Zeit war er mitten im Umzug und deshalb auf meine Hilfe angewiesen. Diese Situation hat mir gezeigt, wer sich »Freund« nennen darf, denn es haben mir viele Leute ihre Hilfe angeboten. Wirklich in die Realität umgesetzt, haben es aber nur eine Hand voll. Außerdem bin ich fasziniert, wie mein Vater mit seiner Einschränkung klarkommt.

Was bedeutet Glück für dich?
Ich denke, es gibt zwei Arten von Glück. Einmal dieses schöne Gefühl, das durch Freunde, Familie oder tolle Ereignisse herbeigeführt wird. Auf der anderen Seite gibt es auch das Glück, das man nicht beeinflussen kann. Es sind Momente, in denen einem etwas Positives widerfährt, mit dem man nicht gerechnet hat.

Was würdest du an der Welt verändern, wenn du unbegrenzte Macht hättest?
»Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt« – Gandhi. Ich denke, die größte Macht würde der Welt nicht helfen, Verbesserungen zu schaffen. Es gibt so viele Dinge, die geändert werden sollten, doch man muss die Probleme an der Wurzel packen und diese ist in den Köpfen der Menschen verankert. Die Veränderung liegt in einem selbst und nicht in einem Herrscher.

Was möchtest du an deinem Leben denn verändern?
Ich versuche meine Interessen und Stärken zu erforschen, um zu wissen, welchen Weg ich beruflich gehen möchte. Ich werde mich auf jeden Fall weiterbilden, wie genau ist noch offen. Außerdem möchte ich viel reisen und verschiedene Kulturen kennenlernen.

Wann und warum hast du begonnen, dich tätowieren zu lassen?
Mit 18 Jahren ließ ich mir meine Initialen auf den Knöchel stechen. Es war sehr spontan und ich finde, es ist einfach schön seinem Körper Farbe zu verleihen, denn das Leben ist grau genug.

Haben deine Tattoos eine besondere Bedeutung für dich?
Jedes Tattoo erinnert mich an einen bestimmten Lebensabschnitt, sowohl negativ als auch positiv. Einige zeigen auch einen Teil meines Charakters oder erinnern mich an bestimmte Personen, die mir wichtig sind.

Welche Erfahrung hast du bezüglich deiner Tattoos schon gemacht?
Bislang durfte ich hauptsächlich positive Erfahrungen sammeln. Im Sommer wird man zwar oft angestarrt, doch dies passiert meist nur aus Interesse. Man sollte in diesem Moment nicht falsch reagieren, denn genau so entsteht ein schlechter Ruf für uns bunte Menschen.

Wie soll dein nächstes Tattoo aussehen?
Ich habe bereits einige Vorlagen. Mein Grundsatz lautet allerdings: »Gehe deinem Stecher niemals fremd.«
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Stand:22 March 2019 18:29:59/nude+stories/daria_175.html