Mel Zohar

04.03.2016  |   Bilder: Luca Cassarà, www.lucacassara.it
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Mel Zohar
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»Ich lasse jeden, der meine Tattoos sieht, selbst interpretieren, was er sieht und wahrnimmt.«
25 Jahre, Rom/Italien, Fotografin, Illustratorin und Grafikerin
Definiere Glück.
Glück ist ein positiver emotionaler Zustand, in den wir uns versetzen und den wir selbst wählen können. Wirklich definieren kann man es nicht, aber wenn man mit seinem Leben zufrieden ist und Dinge hat, die man genießen kann, ist es die größte Erfüllung, die es gibt.

Was würdest du tun, wenn du ein Jahr lang bezahlt nicht arbeiten müsstest?
Ich würde gerne lernen, wie man einen Helikopter fliegt.

Glaubst du, Männer haben es einfacher im Leben als Frauen?
Das kommt darauf an, auf welchen Teil der Erde man das bezieht. In Italien verdienen Männer, laut einer Studie, noch immer zehn Prozent mehr und man sagt, die Gleichstellung der Geschlechter wäre noch weit entfernt. Ich persönlich habe mich noch nie benachteiligt gefühlt. Betrachtet man allerdings die ganze Welt, ist es in vielen Ländern noch immer sehr schwierig als Frau. Dort sind Frauen immer noch Opfer von Gewalt, Menschenhandel, Unterdrückung oder sexueller Belästigung.

Was wünschst du dir für deine Zukunft?
Ich habe keine genauen Pläne, aber einige Träume. Außerdem möchte ich noch viele Plätze dieser Welt bereisen und hoffe, ich werde das auch eines Tages verwirklichen können.

Wann hast du begonnen, dich tätowieren zu lassen?
Mein erstes Tattoo habe ich mir mit 17 Jahren stechen lassen. Mein Geschmack wurde allerdings von dem damaligen Trend bestimmt. Ich wusste aber schon seit meinen ersten Schuljahren, dass ich eine tätowierte Erwachsene werden würde.

Haben deine Tätowierungen einen tieferen Sinn?
Die meisten meiner Tattoos haben eine Bedeutung, allerdings ist es schwierig, diese zu erklären und zu definieren. Deshalb lasse ich jeden, der sie sieht, selbst interpretieren, was er sieht und wahrnimmt.

Möchtest du dich weiter tätowieren lassen?
Natürlich, denn ich habe immer noch genug freien Platz auf meiner Haut. Mein Ziel ist es, genug Geld zu sparen, um meinen Körper vollständig bedecken zu können.

Das heißt, es gibt keine Stelle, die du niemals tätowieren lassen möchtest?
Doch, die gibt es auch. Ich möchte kein Tattoo auf meinen Waden haben. Mir gefällt es einfach nicht, zumindest an Frauen. Allerdings könnte sich meine Meinung darüber auch noch ändern.

Wenn du nur ein einziges deiner Tattoos behalten dürftest, welches wäre es?
Ich würde meine Frau mit dem Wolf behalten, denn sie bedeutet mir am meisten. Ich habe mir das Tattoo damals stechen lassen, nachdem ich das Buch „Women who run with the wolves“ fertig gelesen habe und in diesem Moment wusste ich, ich hätte mir kein besseres stechen lassen können.

Stelle dir vor, du hättest eine 16-jährige Tochter, die sich tätowieren lassen möchte.
Wie reagierst du?

Da das noch dauern wird, hoffe ich, dass zu dieser Zeit Tattoos mehr toleriert werden und man keinen Unterschied mehr zwischen Tätowierungen an sichtbaren Stellen und denen, die man bedecken kann, machen muss. Trotzdem finde ich ein Tattoo mit 16 Jahren noch zu früh, da sich der Geschmack zu oft verändert in diesem Alter. Sie sollte noch etwas warten, denn je länger sie das gleiche Tattoo haben möchte, desto geringer ist das Risiko, dass sie es irgendwann covern oder entfernen lassen muss.

Hattest du denn schon Erfahrungen mit einem Cover-up oder einer Entfernung?
Nein, denn ich liebe alle meine Tattoos.

Verstehst du Menschen, die Tattoos nicht mögen?
Geschmack ist subjektiv und ich kann niemanden dafür verurteilen.

Möchtest du den Lesern noch etwas mitteilen?
Ich danke den Leuten, die mein Interview bis zum Ende gelesen haben und der Redaktion von Tattoo Erotica, dass sie mir die Gelegenheit gegeben hat, in diesem Heft zu sein.
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Stand:23 January 2019 03:22:42/nude+stories/mel+zohar_175.html