Noemi Monoke

03.06.2016  |   Bilder: Joana Fux, www.joanafux.com
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Noemi Monoke
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»Ich war letztes Jahr in Thailand. Ein ziemlich prägendes Erlebnis. Wenn ich das Geld hätte, würde ich nur noch reisen, glaube ich. Ich möchte alles Mögliche von der Welt sehen«
Noemi Monoke, 21, Zürich/Schweiz, Friseurin

Hast du schon negative Erfahrungen bezüglich deiner Tattoos machen müssen?
Klar, als tätowierter Mensch wird man nach wie vor schnell einer Schublade zugeordnet. Aber wirklich negative Er­fahr­ungen habe ich bisher eigentlich keine gemacht, nein. Im Gegenteil kriege ich oft Komplimente, wie gut mir Tattoos stehen. Besonders ältere Menschen sind manchmal neugierig auf mein Aussehen und sprechen mich meistens positiv darauf an. Auch bei der Arbeit geht es bei uns sehr tolerant zu, sodass ich mich nicht einschränken muss. 

Inwieweit würdest du dich beim Tätowieren trotzdem einschränken?
Ich würde mir niemals die Augen täto­wieren lassen. Aber ansonsten habe ich noch einiges vor. Ich habe laufend Ideen für neue Tattoos und denke auch darüber nach, mir vielleicht eine kleine Scarification zu machen.

Und wie sieht es mit Cover-ups oder Laserbehandlungen aus?
Laser oder OP bestimmt nicht. Auch Überstechen würde ich am liebsten vermeiden. Sollte ich aber doch mal danebengreifen oder ein Tattoo nicht gut gestochen sein, wären Cover-ups natürlich eine Möglichkeit.

Kannst du verstehen, dass manche Menschen tätowierte Frauen nicht mögen?
Ich kann nachvollziehen, wenn man Tattoos nicht mag. Das ist eben Ge­schmacks­sache. Aber jemanden dafür zu verurteilen, kann ich nicht verstehen, und dann noch einen Unterschied bei den Geschlechtern zu machen, finde ich bescheuert.

Haben deine Tattoos eine Bedeutung für dich?
Das ist unterschiedlich. Ich habe einige Freundschaftstattoos und gewisse Tattoos verbinde ich mit bestimmten Erinnerungen oder Lebensabschnitten. Aber ich habe auch Tattoos, die ich einfach nur stechen ließ, weil ich sie schön finde, ohne großen Hintergrund dazu. Wie meine Katzen­tattoos.

Magst du Tiere?
Mein Traum ist es, irgendwann in einem Haus am Waldrand zu leben. Bunt gestaltet und mit vielen Tieren. Vor allem Hühner. Hühner finde ich klasse! Ich bin ein unglaublich tierlieber Mensch, bin seit fast neun Jahren Vegetarierin und benutze tierversuchsfreie Produkte. Kein Tier soll meinetwegen leiden oder gar sterben. Deshalb setze ich mich auch für die Rechte der Tiere ein. Wenn ich könnte, würde ich den Tieren eine Stimme geben. Wenn Tiere sich plötzlich für uns verständlich ausdrücken könnten, würde sich auf der Welt mit einem Schlag sehr viel ändern. Am liebsten würde ich ganz viel reisen und die Straßenhunde und -katzen der jeweiligen Länder füttern und pflegen. 

Verreist du gerne?
Ich war letztes Jahr erst in Thailand. Ein ziemlich prägendes Erlebnis. Wenn ich das Geld hätte, würde ich nur noch reisen, glaube ich. Ich möchte alles Mögliche von der Welt sehen.

Was war denn so prägend an dem Thailandaufenthalt?
An dem Tag, an dem ich mit einer Fähre die Insel wechseln wollte, war ein übler Sturm aufgezogen. Das Boot wurde von den Wellen bereits gegen den Steg ge­schleudert, wodurch die Verbindungsbrücke eingeklemmt und komplett ver­­bogen wurde. Die Fähre fuhr trotzdem. Keine Ahnung, wieso ich da überhaupt noch eingestiegen bin, denn ich fürchte mich ohnehin vor dem offenen Meer und werde schnell seekrank. Während der Überfahrt wurden wir von fünf Meter hohen Wellen durchgeschüttelt und ich dachte oft, dass wir umkippen würden. Allen war schlecht, durch die Klimaan­lage tropfte Wasser ins Boot. So ging das drei Stunden lang. Ich glaubte wirklich, wir würden das nicht überleben. Gott sei Dank sind wir aber doch alle mehr oder weniger heil. Es hatte aber durchaus sein Gutes: Ich habe bei dieser abenteuerlichen Überfahrt sehr tolle Leute kennengelernt, mit denen ich noch drei Tage danach jeden Abend gefeiert habe, dass wir alle wohlauf waren. Leute, mit denen ich aus­ge­lassen einen über den Durst trinken kann, sind mir sympathisch. 

Zum Abschluss: Was ist Glück für dich?
Glück assoziiere ich mit Zufriedenheit. Dieser Moment zum Beispiel, wenn man morgens schon total erfrischt aufwacht, die Sonne scheint und man einfach zu­frieden mit dem Tag, mit sich selbst und dem Leben ist. Glück hat meiner Meinung nach nichts mit materiellen Dingen zu tun. Ich denke, man ist viel glücklicher, wenn man mit wenig zufrieden ist.
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